
Pop – ein Wortspiel, Lebensstil, ein Generationsbegriff, neuer Kunstbegriff? Pop Art, der In-Begriff für eine weitreichende kulturelle Bewegung der sechziger Jahre? Pop Art ist kein Stilbegriff, sondern ein Sammelbegriff für künstlerische Phänomene, die sehr konkret mit dem Lebensgefühl einer Epoche zu tun haben. Als charakteriserendes Beiwort zu Kunst stellt Pop Assoziationen zu verschiedenen Oberflächlichkeiten einer Gesellschaft her.

Pop Art balanciert zwischen den euphorischen, fortschrittsorientierten sowie den katastrophisch-pessimistischen Perspektiven der Epoche. Wertbegriffe -’schön,gut,wahr’ werden angesichts zunehmender Kommerzialisierung innnerhalb der gesellschaftlichen Wirklichkeit zu austauschbaren, inflationären Worthülsen. Die Spielregeln der Zivilisation prägen Bilder von Menschen und Dingen, von Natur und Technik.

Pop ist ein lustvolles, ironisches, kritisches Schlagwort, schlagfertig gegenüber des Slogans der Massenmedien, deren Geschichten Geschichte machen, deren Ästhetik die Bilder und das Image der Zeit prägen, deren ‘vorbildliche’ Klischees die Menschen beeinflussen.
Tilman Osterwold
Seiten: 240 Seiten
Ausgabe: Hardcover
Verlag: Taschen Verlag
ISBN-Nr.: 978-3-8228-3752-5
Tilman Osterwold, Verfasser des Standardwerks über die Pop-Art, langjähriger Direktor des Württembergischen Kunstvereins und bis vor kurzem künstlerischer Leiter des Zentrum Paul Klee in Bern, gibt in einem Interview einen Einblick in sein Le Corbusier Einfamilienhaus (Weißenhofsiedlung Stuttgart).














