Anarchische Aktionskunst im Kaufhaus

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„Das Gefühl zwischen Fingerkuppen“ - KP Brehmer: Aufsteller 25, 1967, Siebdruck mit Samentüten.
„Das Gefühl zwischen Fingerkuppen“ - KP Brehmer: Aufsteller 25, 1967, Siebdruck mit Samentüten.

Der „Kapitalistische Realismus“ ist ein historisches Phänomen der westdeutschen Kunstszene um 1970. Dass er bis heute von seiner inhaltlichen Aktualität und künstlerischen Originalität nichts eingebüßt hat.


Anarchische Aktionskunst im Kaufhaus

Der Begriff „“ war 1963 von und Konrad Lueg in bewusster Abgrenzung zu seinem sozialistischen Pendant geprägt worden.

Die rund hundert ausgewählten Arbeiten in der Quedlinburger Ausstellung stammen von KP Brehmer, Konrad Lueg, Karl Horst Hödicke, Sigmar Polke, Gerhard Richter und Wolf Vostell, jenen Künstlern, die in den 1960er-Jahren von René Block zu den „Kapitalistischen Realisten“ ausgerufen wurden.

Vor seiner Flucht in den Westen im März 1961 hatte Richter an der Dresdner Kunstakademie studiert und sich durch die Vorgaben der doktrinären DDR-Kunst in seiner freien künstlerischen Entfaltung behindert gefühlt. So muss Richters „Kapitalistischer Realismus“ als kritische Reflexion der Erfahrungen in der DDR, aber auch der Lebensbedingungen im Westen verstanden werden.

Zum künstlerischen Label wurde der Begriff, als Richter und Lueg am 11. Oktober 1963 im Düsseldorfer Möbelhaus Berges jene legendär gewordene „Demonstration für den Kapitalistischen Realismus“ abhielten, in der sie das „Leben mit Pop“ verkündeten.

Es waren weniger die im Pop-Stil gemalten Bilder von Lueg und Richter, die im Zentrum des Abends standen, als vielmehr der anarchische und entschiedene Aktionscharakter mit dem Anspruch, in einem Kaufhaus Kunst und Leben einander anzunähern. Galerist René Block zeigt in seiner Grafik-Sammlung auch die Bedeutung der Auflagenkunst: Druckgrafiken als Massenartikel wurden in den 60er-Jahren von vielen als Mittel zur Demokratisierung des Kunstmarkts erkannt.

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