Ausstellung: Nie wieder störungsfrei! Aachen Avantgarde seit 1964

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Foto: Joseph Beuys bei der Aktion Kukei, akopee-Nein! 1964 in Aachener Audimax. Heinrich Riebesehl 1964/© VG Bild-Kunst, Bonn 2011 / Quelle: "obs/Stadt Aachen"
Foto: bei der Aktion Kukei, akopee-Nein! 1964 in Aachener Audimax. Heinrich Riebesehl 1964/© VG Bild-Kunst, Bonn 2011 / Quellee: "obs/Stadt Aachen"

Im Aachener Ludwig Forum wird am 21. Oktober die große Ausstellung „Nie wieder störungsfrei! Aachen Avantgarde seit 1964“ eröffnet. Bis zum Februar 2012 werden dann die verschiedenen Etappen gezeigt, in denen von Aachen aus maßgebliche Impulse für die Entwicklung der zeitgenössischen Kunst gesetzt wurden.

In den 60er und 70er Jahren entstand fernab der Metropolen Berlin, Hamburg, Köln oder München in Aachen eine Kunstszene, die maßgebliche Impulse für die Entwicklung der zeitgenössischen Kunst setzen sollte.

Fluxusfestival – Galerie Aachen – Gegenverkehr – Neue Galerie: Was war da los? Die Dämme etablierter Kulturvorstellungen brachen: Beuys bekam eins auf die Nase, Immendorff wieselte in rosafarbener Badehose mit riesiger Baby-Gesicht-Maske durchs Publikum, Lawrence Weiners Ausstellung bestand nur aus einem Katalog?! Und es herrschte ausdrückliche Rauch- und Fotografiererlaubnis …

Beginnend mit dem legendären, grandios chaotischen Festival der Neuen Kunst am 20. Juli 1964 unter Beteiligung von Joseph Beuys und präsentierten zunächst junge Architekturstudenten ihre Vorstellung von einer gesellschaftskritischen Kunst im Rahmen von Fluxus-Veranstaltungen und Happenings.

1968 gründeten der Journalist Klaus Honnef, der Galerist Will Kranenpohl und die Künstlerin Rune Mields das „Zentrum für aktuelle Kunst – Gegenverkehr“ in der Theaterstraße. Die gute Vernetzung mit der Kunstkritik, Ausstellungen, die alle aktuellen Kunstströmungen erfassten, sowie Filmvorführungen, Musikdarbietungen und Lesungen machten den Gegenverkehr zu einem Avantgarde-Treffpunkt, dessen Bedeutung weit über die Stadtgrenzen hinausreichte.

Zeitgleich trat das Sammlerpaar Peter und Irene Ludwig im Sommer 1968 zum ersten Mal mit seinen hypermodernen Neuerwerbungen im Aachener Suermondt-Museum an die Öffentlichkeit. Präsentiert wurden Werke der frischen, frechen Pop-Art von Andy Warhol, Roy Lichtenstein und Tom Wesselmann. Die Sammlung wuchs in atemberaubender Geschwindigkeit, so dass 1970 in Aachen das erste Ludwig Museum, die „Neue Galerie“, eröffnet wurde. Die Kunst der 1970er Jahre bestimmte das Gesicht des neuen Museums: hyperrealistische Figuren, fotorealistische Malerei, neoabstrakte und konzeptuelle Kunst spiegelten den Stilpluralismus der Zeit.

In der Ausstellung veranschaulichen rund 150 bedeutende Kunstwerke und viele Dokumente wie Fotografien, Korrespondenzen und Zeitungsausschnitte diese vier entscheidenden Etappen auf lebendige Weise und führen den Besucher zurück in eine aufregende Zeit. Zu „Nie wieder störungsfrei! Aachen Avantgarde seit 1964“ gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm.

21.10.11 – 05.02.12

Ludwig Forum
Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen
Sammlung Ludwig
Jülicher Straße 97-109
52070 Aachen

http://www.ludwigforum.de

Foto: Joseph Beuys bei der Aktion Kukei, akopee-Nein! 1964 in Aachener Audimax.
Heinrich Riebesehl 1964/© VG Bild-Kunst, Bonn 2011
Quelle: obs/Stadt Aachen

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