Bauhausbücher: J.J.P. Oud, Holländische Architektur

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In der Artikelserie »Bauhausbücher« stellen wir euch die Bücher zum kostenlosen Download zur Verfügung. So entsteht in den nächsten Wochen in unserem Blog eine kleine Buchreihe.

Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelserie:

1. Walter Gropius (ed.), Internationale Architektur, Munich: Albert Langen, 1925, 111 pp.
2. Paul Klee, Pädagogisches Skizzenbuch, Munich: Albert Langen, 1925, 50 pp.
3. Adolf Meyer (ed.), Ein Versuchshaus des Bauhauses in Weimar, Munich: Albert Langen, 1924
4. Die Bühne am Bauhaus, Munich: Albert Langen, 1925, 84 pp.
5. Piet Mondrian, Neue Gestaltung, Neoplastizimus, Nieuwe Beelding, Munich: Albert Langen, 1925, 66 pp.
6. Theo van Doesburg, Grundbegriffe der neuen gestaltenden Kunst, Munich: Albert Langen, 1925.
7. Walter Gropius (ed.), Neue Arbeiten der Bauhauswerkstätten, Munich: Albert Langen, 1925, 115 pp.
8. L. Moholy-Nagy, Malerei, Fotografie, Film, Munich: Albert Langen, 1925, 115 pp; 2nd ed.
9. Kandinsky, Punkt und Linie zu Fläche: Beitrag zur Analyse der malerischen Elemente, Munich: Albert Langen, 1926, 190 pp.
10. J.J.P. Oud, Holländische Architektur, Munich: Albert Langen, 1929, 107 pp.

Die Bauhausbücher waren eine Buchreihe, die von 1925 bis 1930 vom Bauhaus veröffentlicht wurde. Herausgeber waren Walter Gropius und László Moholy-Nagy. Die Bände erschienen im Albert Langen Verlag.

Die ursprüngliche Zielsetzung war, die am Bauhaus geleistete Arbeit darzustellen, zu rechtfertigen und zu erklären. Insgesamt wurden 14 Bände veröffentlicht, die sich in der Form abgeschlossener Monographien mit dem künstlerischen Schaffen und den zeitgenössischen Kunsttheorien beschäftigen.

J.J.P. Oud, Holländische Architektur

 Bauhausbücher J.J.P. Oud, Holländische Architektur, Munich: Albert Langen, 1929, 107 pp.

Jacobus Johannes Pieter Oud (* 9. Februar 1890 in Purmerend; † 5. April 1963 in Wassenaar), bekannt als J. J. P. Oud, war ein niederländischer Architekt und Autor.
Er war von 1917 bis 1921 Mitglied der Künstlergruppe De Stijl und gilt als einer der Hauptvertreter des Funktionalismus.

Oud studierte in Amsterdam und Delft. Er lernte bei Petrus Josephus Hubertus Cuypers, Jan Stuyt und bei dem deutschen Architekten Theodor Fischer. 1914 ließ er sich in Leiden nieder. Dort lernte er Theo van Doesburg kennen. Für dessen Zeitschrift «De Stijl» schrieb er zwischen 1917 und 1920 einige Beiträge zur Architektur.

1918 bis 1933 war er Stadtbaumeister in Rotterdam. Durch die Wohnanlagen und Siedlungen, die er in den zwanziger Jahren in Rotterdam errichtete, wurde er auch international einer der bekanntesten Vertreter des Internationalen Stils. 1954 wurde er von der Technischen Universität Delft zum Ehrendoktor ernannt.

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Folgender Text ist ein Auszug von Engelberg-Dockal E.: <Holländische Architektur> – J. J. P. Oud Als Vermittler der niederländischen Moderne. In: Kunstgeschichte. Texte zur Diskussion, 2011-4 (urn:nbn:de:0009-23-28138 abgerufen am 22. September 2016).

Der von Oud geprägte Kanon der Moderne und die Fotografie

 

Die in den 1920er Jahren erschienenen Publikationen zur modernen niederländischen Architektur zeigen mehrheitlich eine bestimmte Auswahl von Arbeiten. So beginnen die meisten Darstellungen mit Cuypers Rijksmuseum und Berlages Amsterdamer Börse, gefolgt von Bauten von Karel P. C. de Bazel, dem Hilversumer Stadtarchitekten W. M. Dudok, den Architekten der Amsterdamer Schule und schließlich den Bauten von J. J. P. Oud. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass auch einzelne Fotografien immer wieder verwendet wurden. Damit wiederholten sich nicht nur einzelne Bauten, sondern auch ganz bestimmte Ansichten dieser Werke. Bis zur Mitte der 1920er Jahre mag hier auch die beschränkte Anzahl von Aufnahmen eine Rolle gespielt haben. Besondere Bedeutung kam somit den Fotografien des Engländers Frank R. Yerbury (1885-1970) zu, der in eigener Sache sowie 1924/25 im Auftrag des Wasmuth-Verlages zahlreiche Neubauten in den Niederlanden aufnahm und für Publikationen zur Verfügung stellte. [31] Yerburys Amateurfotografien unterscheiden sich in einigen Punkten stark von zeitgleichen Aufnahmen niederländischer und deutscher Architekturfotografen wie beispielsweise Bernadus F. A. Eilers oder Arthur Köster. [32] Während dort menschenleere und möglichst neutrale Aufnahmen überwogen, zeichnen sich Yerburys Fotografien durch die Wiedergabe von Menschen sowie starke Schattenbilder aus, die oftmals einen ganz eigenen Rhythmus in die Darstellung einbringen. Auch Ouds Bauten wurden in dieser Form von Yerbury fotografiert und in Fachzeitschriften und Buchpublikationen verbreitet (z. B. Abb. 7).

 

Durch die beschränkte Auswahl der Bauten und Ansichten wurde ein ganz bestimmtes Bild der modernen Architektur vermittelt, das jedoch keineswegs immer mit der Realität übereinstimmte. Dies gilt auch für die Arbeiten von Oud. Zwei der insgesamt fünf Fotografien auf dem Schutzumschlag des Bauhausbuches <Holländische Architektur> (Abb. 11) sind Bauten von ihm selbst. [33] Es handelt sich in beiden Fällen um die Wohnblöcke in Tusschendijken (1921-23), die Mitte der 1920er Jahre zu den am häufigsten publizierten Arbeiten von Oud zählten. Die mittlere Fotografie, die durch das gelbe Band mit Schriftzug besonders hervorgehoben wird, zeigt zwei der mehrgeschossigen Wohnblöcke in dem Rotterdamer Stadterweiterungsgebiet. Die klare reduzierte Formensprache wie auch die Größe des Bauprojekts und die Wiederholung eines typisierten Wohnblocks betonen in erster Linie die Modernität von Ouds Architektur und den großstädtischen Charakter Rotterdams als Hauptwirkungsstätte von Oud. Auch die zweite Fotografie, einer der Innenhöfe der Tusschendijkener Wohnblöcke, steht mit der großen, einheitlich gestalteten Grünanlage und den durchlaufenden Balkonreihen für Anspruch und Modernität der Bauten. Der erhöhte Standpunkt des Fotografen ermöglicht einen großen Ausschnitt und betont damit die Tiefenerstreckung und Symmetrie des Innenhofes als wichtige gestalterische Kennzeichen. Entsprechend wurde hier auch nicht auf Yerburys Aufnahme zurückgegriffen (Abb. 7), die eine Nahansicht des Hofes aus Perspektive der Bewohner samt spielenden Kindern zeigt und damit mehr ein Stimmungsbild gibt als die Modernität der Bauten hervorzuheben.

Von Engelberg-Dockal E.: <Holländische Architektur> – J. J. P. Oud Als Vermittler der niederländischen Moderne. In: Kunstgeschichte. Texte zur Diskussion, 2011-4 (urn:nbn:de:0009-23-28138 abgerufen am 22. September 2016).

Jedermann darf dieses Werk unter den Bedingungen der Digital Peer Publishing Lizenz elektronisch über­mitteln und zum Download bereit­stellen. Der Lizenztext ist im Internet abrufbar unter der Adresse http://www.dipp.nrw.de/lizenzen/dppl/dppl/DPPL_v2_de_06-2004.html
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Kostenlos Original-Bauhausbücher (PDF)

Ich biete alle Bauhausbücher meiner Artikelserie komplett kostenfrei an, sodass du sofort ohne Registrierung dein Lieblingsbuch herunterladen kannst.

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