Bauhausbücher: Kasimir Malewitsch, Die gegenstandslose Welt

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Für einen guten Start in den Tag haben wir heute wieder ein Bauhausbuch für euch. In der Artikelserie »Bauhausbücher« stellen wir euch die Bücher zum kostenlosen Download zur Verfügung. So entsteht in den nächsten Wochen in unserem Blog eine kleine Buchreihe. Einen wunderschönen Tag wünscht euch Ralf 23 von blog.r23.de.

Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelserie:

1. Walter Gropius (ed.), Internationale Architektur, Munich: Albert Langen, 1925, 111 pp.
2. Paul Klee, Pädagogisches Skizzenbuch, Munich: Albert Langen, 1925, 50 pp.
3. Adolf Meyer (ed.), Ein Versuchshaus des Bauhauses in Weimar, Munich: Albert Langen, 1924
4. Die Bühne am Bauhaus, Munich: Albert Langen, 1925, 84 pp.
5. Piet Mondrian, Neue Gestaltung, Neoplastizimus, Nieuwe Beelding, Munich: Albert Langen, 1925, 66 pp.
6. Theo van Doesburg, Grundbegriffe der neuen gestaltenden Kunst, Munich: Albert Langen, 1925.
7. Walter Gropius (ed.), Neue Arbeiten der Bauhauswerkstätten, Munich: Albert Langen, 1925, 115 pp.
8. L. Moholy-Nagy, Malerei, Fotografie, Film, Munich: Albert Langen, 1925, 115 pp; 2nd ed.
9. Kandinsky, Punkt und Linie zu Fläche: Beitrag zur Analyse der malerischen Elemente, Munich: Albert Langen, 1926, 190 pp.
10. J.J.P. Oud, Holländische Architektur, Munich: Albert Langen, 1929, 107 pp.
11. Kasimir Malewitsch, Die gegenstandslose Welt, Munich: Albert Langen, 1927, 104 pp; new ed., exp., Mainz: Florian Kupferberg, 1980. Russian original written in 1923.

Die Bauhausbücher waren eine Buchreihe, die von 1925 bis 1930 vom Bauhaus veröffentlicht wurde. Herausgeber waren Walter Gropius und László Moholy-Nagy. Die Bände erschienen im Albert Langen Verlag.

Die ursprüngliche Zielsetzung war, die am Bauhaus geleistete Arbeit darzustellen, zu rechtfertigen und zu erklären. Insgesamt wurden 14 Bände veröffentlicht, die sich in der Form abgeschlossener Monographien mit dem künstlerischen Schaffen und den zeitgenössischen Kunsttheorien beschäftigen.

Kasimir Malewitsch, Die gegenstandslose Welt

Kasimir Malewitsch

Kasimir Malewitsch war Maler und Hauptvertreter der Russischen Avantgarde, Wegbereiter des Konstruktivismus und Begründer des Suprematismus. Beeinflusst wurde er von den französischen Spätimpressionisten, Fauves und Kubisten. Sein abstraktes suprematistisches Gemälde Das Schwarze Quadrat auf weißem Grund aus dem Jahr 1915 gilt als ein Meilenstein der Malerei der Moderne und wird als „Ikone der Moderne“ bezeichnet.

Schwarzes Quadrat auf weißem Grund, 1915 erstmals ausgestellt, Tretjakow-Galerie, Moskau

Schwarzes Quadrat auf weißem Grund, 1915 erstmals ausgestellt, Tretjakow-Galerie, Moskau
Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch [Public domain], via Wikimedia Commons

Das Schwarze Quadrat ist ein erstmals 1915 ausgestelltes Bild von Kasimir Malewitsch. Es gilt als eine der Ikonen der Malerei des 20. Jahrhunderts. Das mit Öl auf Leinwand gemalte Bild ist 79 x 79 Zentimeter groß und befindet sich in der Tretjakow-Galerie in Moskau. Ein weiteres Gemälde mit dem Motiv des Schwarzen Quadrats hat Malewitsch um 1923 gemalt. Es ist im Russischen Museum in Sankt Petersburg ausgestellt und hat die Größe 106 x 106 Zentimeter. In der Moskauer Tretjakow-Galerie gibt es eine weitere Fassung aus dem Jahre 1929 mit den Maßen 79,2 x 79,5 Zentimeter. Eine vierte Fassung befindet sich in der Eremitage, Sankt Petersburg. Sie ist 106 x 106 Zentimeter groß und wird zwischen 1920 und 1930 datiert. Es ist nicht auszuschließen, dass es weitere Fassungen dieses Motivs gibt.

Im Frühjahr 1927 erhielt Kasimir Malewitsch ein Visum und reiste über Warschau nach Berlin, wo während der „Großen Berliner Kunstausstellung“ in der Galerie van Diemen 70 Gemälde und seine Architektona, Gipsmodelle seiner Architekturentwürfe, gezeigt wurden. In Dessau besuchte er das Bauhaus und konnte die Publikation seiner Schrift Die gegenstandslose Welt vereinbaren, die als elfter Band in der Reihe der Bauhausbücher (begründet von Walter Gropius und László Moholy-Nagy) veröffentlicht wurde, allerdings mit einem distanzierten Vorwort der Herausgeber.

Im Gegensatz zu seinen Erwartungen wurde Malewitsch zwar als bedeutender Vertreter der russischen Avantgarde aufgenommen, doch dem Bauhaus lag zu diesem Zeitpunkt der russische Konstruktivismus näher als der Suprematismus, der in Deutschland mit seinem philosophischen System der Welterkenntnis als überholt erschien. In Dessau suchte man einen Weg zu einem gestalterischen Weltentwurf, ähnlich wie die niederländische Gruppe De Stijl, deren Mitbegründer Piet Mondrian wie Malewitsch ein früher Meister der Abstraktion war. Mondrians im Jahr 1920 geschaffene Stilrichtung Neoplastizismus war beeinflusst vom emotionalen Suprematismus Malewitschs.

Im Juni kehrte Malewitsch nach Leningrad zurück; er hinterließ in Deutschland wegen der unsicheren politischen Verhältnisse in der Sowjetunion seine Schriften bei seinem Gastgeber Gustav von Riesen und die mitgebrachten Werke bei dem Architekten Hugo Häring, der sie für Malewitsch verwahrte. Zu dem geplanten erneuten Besuch Malewitschs kam es nicht mehr, sodass die Gemälde erst im Jahr 1951 wiederentdeckt und 1958 für rund 120.000 Mark vom Stedelijk Museum, Amsterdam angekauft wurden.

Kasimir Malewitsch, Die gegenstandslose Welt

 

Kasimir Malewitsch, Die gegenstandslose Welt
 
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Kasimir Malewitsch, Die gegenstandslose Welt

Kostenlos Original-Bauhausbücher (PDF)

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