Blog-Parade: ganz Normales aus dem Supermarkt

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Zur heutigen Herbst-Auktion bei werden versteigert:

Mit Katalognummer 12/2355 wird „Campbells Soup Can (Tomato), 1962“ für sechs bis acht Millionen US-Dollar angeboten.

Und mit der Nummer 8/2355 „Big Campell’s Soup Can with Can Opener (Vegetable), 1962“ – für mindestens 30 bis 50 Millionen US-Dollar.

Ich persönlich mag besonders bei Christie’s die Videos. Z.B. Katalognummer 12/2355 haben wir einen Link zum Video

Gallery Talk: The Collection of Robert Shapazian [Video]
http://www.christies.com/features/gallery-talk-robert-shapazian-1056-3.aspx

Wer (wie ich) schon immer wissen wollte, wie man mit einer Brillo Box in seiner Wohnung leben könnte – findet hier tolle Anregungen.
Zwischen Sofa und Tür stapelt man seine Boxen.

Kartons in der Wohnung

Wir erkennen auf dem Screenshot die Kartons von Brillo, Kellogg’s Cornflakes und Campbell’s Tomatensaft.

Wikimedia schreibt als Hintergrund für die Brillo – Box

Für die Vorlagen schickte Warhol seinen Mitarbeiter Gerard Malanga in einen Supermarkt, mit der ausdrücklichen Anweisung, er solle etwas „ganz Normales“ mitbringen. Malanga brachte Lebensmittelkartons von Brillo, Mott’s Apfelsaft, Kellogg’s Cornflakes, Del Monte-Pfirsiche, Campbell’s Tomatensaft und Heinz-Ketchup mit.

Im Anschluss wurde ein Schreiner beauftragt, Hunderte von Holzkisten herzustellen, die exakt den Maßen der kartonierten Vorbilder entsprechen sollten. Dann wurden die Kisten – getreu der Vorlage – mit Acrylfarbe weiß, gelb oder hellbraun gestrichen. Schließlich bedruckten Warhol und Malanga die Kisten auf allen vier Seiten, und, falls erforderlich, auch auf der Ober- und Unterseite. Die grafische Gestaltung des Originals wurde dabei detailgetreu übernommen. Die fertigen Objekte waren von den Pappkarton-Vorlagen kaum zu unterscheiden.

Die Kisten-Ausstellung war eine rein konzeptuelle Schau: Warhol füllte beide Räume der Galerie mit ungefähr 400 Karton-Objekten, die er teilweise bis an die Decke in Reihen stapeln ließ. Die gesamte Galerie erinnerte an die Lagerhalle eines Lebensmittelgroßhändlers. Die Art der Präsentation sollte den Besuchern, beziehungsweise vor allem den Kunsthändlern, zeigen, dass sie Warhols Kunst in Kisten oder Einheiten erwerben konnten. Entsprechend amüsiert verhielten sich die Gäste der Vernissage, die am 21. April 1964 stattfand: Die Besucher drängten sich durch die engen Gänge der Kartonstapel und kamen sich wie im Supermarkt vor. Robert Indiana erinnerte sich: „Die spektakulärste Vernissage jener Zeit war eindeutig Andys Brillo Box-Show, man kam kaum rein […] Zwischen den Kistenreihen blieb gerade genug Platz, um sich durchzuzwängen.“[2]

Die Ausstellung der Brillo-Boxen markierte in mehrfacher Hinsicht einen Wendepunkt in Warhols Werk: Zum einen zeigte er sich am Abend der Vernissage letztmalig im Kreise der anderen Pop-Artisten Roy Lichtenstein, Claes Oldenburg, James Rosenquist und Tom Wesselmann, zum anderen öffnete er nach der Ausstellung seine Factory erstmalig dem Publikum und zeigte sich fortan nur noch umgeben von seiner sogenannten „Warhol-Entourage“.[3]

Die Ausstellung bewirkte eine erhitzte Debatte über den Kunstbegriff und verstärkte Warhols Ruf, ein umstrittener Künstler zu sein. Überdies meldete sich ein New Yorker Maler namens James Harvey zu Wort, der den Original-Brillo-Karton im Jahr 1961 entworfen hatte. Harvey war ein Abstrakter Expressionist, der seine Kunst mit Gebrauchsgrafik-Aufträgen finanzierte. Umso härter traf es den Maler, dass seine Entwürfe, die er selbst als „Nicht-Kunst“ betrachtet hatte, nun von Warhol einfach als Kunst deklariert und entsprechend vermarktet wurden.[4]

Links:
Arthur Danto Andy Warhol Brillo Box – Das Ende wovon? – Zur Interpretation der Brillo-Box

Für die Vorlagen schickte Warhol seinen Mitarbeiter Gerard Malanga in einen Supermarkt, mit der ausdrücklichen Anweisung, er solle etwas „ganz Normales“ mitbringen.

Was würdest du heute aus dem Supermarkt mitbringen? Was ist heute für dich etwas „ganz Normales“? Nun Seid Ihr dran!

Was würdest du heute aus dem Supermarkt als etwas „ganz Normales“ mitbringen?
Nenne maximal drei Produkte – die für dich etwas „ganz Normales“ sind. Wenn du möchtest, begründe deine Entscheidung.

Bis zum 31.12.2010 sammle ich hier Eure Meinungen und Entscheidungen!
Ich freue mich über Blogbeiträge auf Euren Blogs zum Thema ganz Normales aus dem Supermarkt – bitte per Trackback verlinken mit diesem Blogbeitrag.
Falls der Trackback nicht ankommt, bitte ich um einen “händischen Trackback”: Einfach Kommentar schreiben und Artikel verlinken. Wer kein eigenes Blog hat, kann seine Meinung auch hier im Kommentarbereich abgeben oder mir eine Mail schreiben.

(Was ist eine Blogparade?

Eine (auch genannt: Blog-Karneval) ist eine Blog-Veranstaltung, die wie folgt abläuft:
Ein Blog-Betreiber (in diesem Fall: Ralf Dreiundzwanzig) legt ein Thema fest (ganz Normales aus dem Supermarkt), veröffentlicht dieses in Form eines Blog-Beitrags und fordert seine Leser dazu auf, Artikel zu diesem Thema im jeweils eigenen Blog zu veröffentlichen.

Damit die Artikel gesammelt werden und auch später wieder auffindbar sind, werden sie per Trackback mit dem Blog verlinkt, das die Frage gestellt hat.

Auf blog-parade.de ist die Vorgehensweise ganz ausführlich erklärt.

Wenn ihr auf eurem Blog unter Einstellungen » Diskussion die oberste Checkbox (“Versuche jedes in Artikeln verlinkte Weblog zu benachrichtigen”) gesetzt habt, erscheint euer Beitrag sofort hier als Pingback in den Kommentaren, natürlich mit einem Do-Follow.

Wie geht es weiter und welchen Nutzen haben alle Teilnehmer?
Sobald die ersten Artikel erschienen sind, werde ich eine Teilnehmerliste posten und ständig aktualisieren, also weitere Links auf alle teilnehmenden Blogs setzen. Aber das ist noch nicht alles. Anfang Januar werde ich 5 CDs unter den Teilnehmern verlosen

, 2 CDs

2 CDs, ca. 2 Stunden 19 Minuten, mit Booklet.
Hoffmann und Campe Verlag

Alles klar soweit? Dann kann es los gehen!

Trackbacks für diesen Beitrag

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