Corona Extra – der Football-Trick

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Corona (spanisch für Krone) ist eine mexikanische Biermarke, die von der Grupo Modelo (mehrheitlich im Besitz der Anheuser-Busch Companies) gebraut wird. In Mexiko ist Corona das meistverkaufte .

Die Inhaltsstoffe von Corona-Bier sind neben Wasser, Hopfen und Hefe aber auch Gerstenmalz, Mais, Reis, Papain und Ascorbinsäure. Somit handelt es sich um eine Maisbiersorte. Der Alkoholgehalt beträgt 4,6 %.

Das Bier wird mit einer Scheibe Limette im Flaschenhals serviert.

Der „Brauch“, das Bier mit einer Limette zu trinken, hat allerdings nichts mit der Tradition Mexikos zu tun, sondern die Limette wurde ursprünglich verwendet, um die Flaschenöffnung vor dem Trinken zu reinigen. Das Bier habe ich in der Mexico Bar (ein Keller hinter dem „Friseur“ in Berlin) erstmalig getrunken.

Anja Schwanhäußer beschreibt in ihrem Buch Kosmonauten des Underground.
Die Location und Szene

Mit dem Mauerfall entstanden Brachen und Leerstände (alte Fabriken, Werkstätten, Verkaufsläden, Gebäude-Relikte des DDR-Systems etc.) in den Vierteln Ostberlins. Die Räume wurden zur Durchführung von Partys jenseits der gesellschaftlich legitimierten Zerstreuungsräume genutzt.

Dieser Underground, erkundete den Stadtraum nach seinen atmosphärischen Qualitäten, um an geeigneten Orten Feste zu veranstalten. Sein Bestreben war es, durch die Ästhetisierung des Alltags die »Trennung zwischen den Individuen« zu überwinden. Seine Praxis florierte seit 1989 aufgrund der stadträumlichen Transformationsprozesse in Ostberlin, bei denen die zu DDR-Zeiten marode werdenden Industriebauten nur allmählich neuen Nutzungen zugeführt wurden. Der Kult-Autor des Techno-Underground, Hakim Bey, nennt diese locations »Temporäre Autonome Zonen«, wobei allerdings die militärische Anmutung dieser Bezeichnung dem Hedonismus der Szene nicht adäquat ist.

Diese Orte sind im Selbstverständnis der Szene »terrae incognitae: die letzten Räume des Unbestimmten und Vagen, die
(noch) nicht verwertbar« sind, wie die Poptheoretiker Philipp Anz und Patrik Walder schreiben (Anz/Walder 1995: 206). Ihre ursprüngliche Geschichte ist beendet und der Verlauf einer zukünftigen, neuen Geschichte noch offen.

Der „Friseur“ Club war vorher ein Frisörgeschäft, „Elektro“ beherbergte zuvor einen Elektrowarenladen, der „Bunker“ wurde in einem ehemaligen Luftschutzbunker eingerichtet und der „Tresor“ passte nahtlos in diese Kette. (E Werk, Hirschbar, Eimer usw.)

Hinter dem „Friseur“ gab es eine weitere »Temporäre Autonome Zone« wo Cuba-Libre, Piña Coladas und Corona getrunken wurde.

Anja beschreibt in ihrer Einleitung

Mit der Umfunktionierung urbaner Brachen und Leerstände durch den Underground entsteht in Berlin eine zweite Stadt, die im Empfinden ihrer Konstrukteure die eigentliche Stadt darstellt. Diese zweite Stadt zeichnet sich durch die Dominanz ihrer Raum-Atmosphären aus, deren Erkundung, Umgestaltung und Inszenierung die Hauptbeschäftigung ihrer Bewohner darstellt. Sie ist nicht die bürgerliche, hochkulturell geprägte Stadt der Theater, Museen und Konzerthallen, bei der die Kunst über den profanen Alltag triumphiert.

Die Konstrukteure dieser zweiten Stadt, das heißt die Akteure des Underground, entstammen dem neuen Kleinbürgertum (Bourdieu 1997: 561ff.), jener gesellschaftlichen Schicht jenseits der traditionellen Teilung von oben und unten, die sich weder an der Hochkultur noch an der proletarischen Kultur orientiert und die in der Stadt verortet ist.

Ihnen schwebt eine Stadt vor, deren Räume dem Vergnügen gewidmet sind, die improvisiert und unfertig ist, die für eine Nacht aus Licht und Musik entsteht und anschließend wieder vergeht, das heißt die ausreichend Material zum Spiel mit Räumen und Atmosphären
liefert.

Nein Anja – wir hatten für unseren Football-Trick nur keinen anderen Strand in Berlin gefunden. Wie der Trick funktioniert erklärt euch das Video

Quellen:
Kosmonauten des Underground
de.wikipedia.org
Endlich wieder Bierwerbung

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