Dateigrößenoptimierung von JPEG-Bildern durch die Verwendung von jpegoptim

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JPG-Optimierung mit jpegoptim

Wer bereits mit Google PageSpeed und anderen Tools zu Messung der Webseitengeschwindigkeit gearbeitet hat, dem wird nicht verborgen geblieben sein, dass der Optimierung der verwendeten Bild-Dateien eine “hohe” Priorität beigemessen wird. Das verwundert nicht, denn Bilder machen einen Großteil von Webseiten aus und erzeugen eine Menge Traffic.

Ausgangssituation

Ausgangssituation

Dass man Bilder mal eben schnell bei gleichbleibender Qualität verkleinern kann wissen nicht so viele. Selten hat man die Zeit alle Bilder, die man im Internet veröffentlichen möchte, zu optimieren. Für Linux-Server kann man diverse Kommandozeilen-Tools installieren. Eines davon ist jpegoptim, das Google (neben anderen) vorschlägt, wenn es um die Optimierung von JPG-Files geht.

Ich möchte es deshalb vorstellen, weil es verhältnismäßig einfach anzuwenden ist und in wenigen Minuten die entsprechenden Ergebnisse liefert. Das Tool optimiert JPG-Dateien mit Hilfe der Huffman-Tabellen.

In einem ersten Schritt holt ihr euch alle “wp-content/uploads/*jahreszahl*” Ordner via FTP auf die Platte. Je nach Einstellung für die Mediathek ist die Ordnerstruktur bei euch ein bisschen anders, aber ich denke dass ihr schon zu euren Bildern findet. Packt die Bilder danach am besten für ein Backup in ein Archiv, so habt ihr später die Option die Sache wiederherzustellen, wenn euch die Optimierung nicht gefallen sollte. Installiert danach die nötigen Programme…

installieren

Vorher muss man natürlich sicherstellen, dass jpegoptim installiert ist. Auf Linux-Servern mit Debian oder Ubuntu kann man mittels aptitude show PAKETNAME überprüfen, ob man ein spezielles Programm installiert hat oder nicht. Liefert der Befehl keine zufriedenstellende Rückmeldung, installiert man das Paket mittels apt-get install jpegoptim – zumindest auf einem Debian-Linux.

Dieses quelloffene Programm ist ein wahres Arbeitstier und in den gängisten Paketverwaltungssystemen vorhanden.

Ein simpler Aufruf in der Eingabeaufforderung bewirkt wahre Wunder. Wir befinden uns in einem Verzeichnis in dem Unterordner mit Bildern liegen. Rekursiv durchsuchen wir mit dem Programm find diese Ordner und reichen die gefundenen Bilder weiter auf das Programm.

Befehl in der Eingabeaufforderung für Bilder mit dem Format JPEG:

find . -iname \*.jp*g -type f -print0 | xargs -0 jpegoptim -o –strip-all

Ergebnis:

Latest Performance Report for:

Die im Programm genutzten Methoden reduzieren die Dateigröße, ohne dass es zu einem Qualitätverlust kommt. Von daher lohnt sich die Aktion auf jeden Fall. 10% der Dateigröße bei Bildern wegoptimieren heißt: 10% weniger Traffic durch Bilder und somit auch – auf die Bilder bezogen – 10% schnellere Ladezeit des Blogs.

Ausblick

Am 4. März 2014 wurde erste Version der Dateigrößen optimierenden Abspaltung veröffentlicht. Für diese überarbeitete Josh Aas von Mozilla Research das Perl-Skript jpegcrush vom x264-Hauptentwickler Loren Merritt und integrierte es in die Code-Basis von libjpeg-turbo.

mozjpeg

mozjpeg ist eine Abspaltung von libjpeg-turbo von Josh Aas und anderen von Mozilla Research. Es soll einer Beschleunigung der Ladezeiten von Webseiten dienen, indem durch eine Verbesserung der Kodiereffizienz bei gleichbleibender Bildqualität (etwa 10 Prozent) geringere Dateigrößen und damit verringerter Übertragungszeiten erreicht werden. Dazu soll ein höherer Rechenaufwand bei der hier typischerweise einmaligen Kodierung der Dateien dienen (Asymmetrie), wobei die Formatkompatibilität erhalten wird und auf Dekodierer-Seite keine Änderungen nötig werden. Konkret wird dies durch Optimierung der Huffman-Bäume, Einsatz progressiver Kodierung mit optimierten Durchläufen und Nutzung von Trellis-Quantisierung erreicht. Dazu sind die Voreinstellungen entsprechend aggressiv auf die Minimierung von Dateigrößen optimiert. mozjpeg baut neben libjpeg-turbo auf jpegcrush, einem Perl-Skript von Loren Merritt, auf.

Der JPEG-Encoder Mozjpeg ist in Version 2.0 erschienen.

Größte Neuerung der jetzt verfügbaren Version im Vergleich zu ersten Veröffentlichung ist die Integration der sogenannten Trellis-Quantisierung. Dieser Algorithmus wird unter anderem auch in x264 eingesetzt. Zudem erlaubt das Tool cjpeg nun auch JPEG-Dateien als Eingaben, sodass diese weiter verkleinert werden können.

Ziel von Mozjpeg ist derzeit ausschließlich die Verbesserung der JPEG-Kodierung. Für die Dekodierung soll der Browser weiterhin Libjpeg-Turbo verwenden. Der Code zu Mozjpeg steht über Github zum Download bereit. Eine Linux Anleitung mozjpeg selber kompilieren haben wir in unserem Blog veröffentlicht.

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