Designklassiker: Panton-Kantine

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Die seit 1998 unter Denkmalschutz stehende Kantine ist ein einzigartiges Zeitdokument der 1960er Jahre
Bildquelle: arneboell / Flickr Unter einer Creative Commons-Lizenz

Wieder erlebbar: Die Kantine des ehemaligen Spiegel-Verlagshauses ist ab Oktober 2012 in der Sammlung im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg als dauerhafte Rauminstallation zu sehen. Damit ist ein Meisterwerk der Designgeschichte für die breite Öffentlichkeit nun zugänglich. Mit dem Umzug in ein neues Verlagshaus hatte sich der Spiegel-Verlag vom farbenfrohen Sixties-Ambiente des dänischen Designers Verner Panton getrennt und die Kantine dem Museum geschenkt.

Die seit 1998 unter Denkmalschutz stehende Kantine ist ein einzigartiges Zeitdokument der 1960er Jahre

Da der Spiegel damals keine baulichen Veränderungen am bereits bestehenden Verlags-Gebäude in der Brandstwiete vornehmen konnte, wollte man eine individuelle und außergewöhnliche Inneneinrichtung, die von einem renommierten Designer konzipiert werden sollte. Die Wahl fiel auf den Dänen Verner Panton (1926-1998), der damals vor allem für seine psychedelischen Innenräume bekannt war, die er mit neusten Materialien der Zeit umsetzte.

Er schuf dreidimensionale Rauminstallationen, die in Form- und Farbgebung zur Mode und zum Zeitgeist der 1960er Jahre passten und durch Innovation und Modernität auffielen. Die Kantine bestand im Verlagshaus aus einem orangefarbenen, einem roten und einem violetten Speiseraum, sowie einer Snackbar. Möbel, Vorhänge, Wand- und Deckenbekleidung sind ebenso wie die Lampen aufeinander abgestimmt und bilden eine Rauminstallation. War der Besuch der Spiegel-Kantine bisher nur Personen in Begleitung von Verlagsmitarbeitern möglich, ist die Kantine im MKG als dauerhafte Rauminstallation zugänglich. In der Dauerausstellung werden der orangefarbene Speiseraum der Kantine und der rote Tresen der Snackbar zu sehen sein.

Mit dem Umzug in das MKG wird der denkmalgeschützte Designklassiker als einzigartiges Zeitdokument der 1960er Jahre zu einem musealen Objekt, das restauratorisch gepflegt und in seiner originalen Gestaltung erhalten beleibt.

Weitere Informationen
www.spiegelkantine.de
blog.verner-panton.de

Verner Panton Die Spiegel-Kantine

Hrsg. Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Texte von Claudia Banz, Heinz Egleder, Ina Grätz, Julide Kurtulus, Mathias Remmele, Manfred Sack, Mathias Schreiber, Finn Warncke, Deutsch

Hrsg. Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Texte von Claudia Banz, Heinz Egleder, Ina Grätz, Julide Kurtulus, Mathias Remmele, Manfred Sack, Mathias Schreiber, Finn Warncke, Deutsch, Hatje Cantz, 2012. 112 Seiten, 104 farbige Abb., 22,00 x 24,00 cm, gebunden, Erscheinungstermin: Oktober 2012, ISBN 978-3-7757-3321-2, 29,80 Euro

Klappentext zu: Verner Panton ‚Die Spiegel-Kantine‘

1969 bezieht der SPIEGEL Verlag in Hamburg ein anderes Domizil; das neue Verlagshaus erhält eine individuelle Inneneinrichtung: Der Däne Verner Panton (1926 1998) gestaltet das Gebäude um und weist jedem Stockwerk eine andere knallige Farbe zu. Seine dreidimensionalen Rauminstallationen und deren psychedelische Wirkung treffen genau den Zeitgeschmack. Leider empfinden kommende Journalisten-Generationen anders und so wird Pantons Einrichtung in der Folge nach und nach rückgebaut. Nur die Kantine bleibt in ihrer ganzen Pracht erhalten, sie wird auf Betreiben einer Bürgerinitiative unter Denkmalschutz gestellt und ist ab 2012 im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe zu sehen. Dort wird jedoch nur der orangefarbene Speisesaal aufgebaut, der rote und der violette Speiseraum sowie die Snackbar wandern ins Depot. Die Publikation führt nochmals das ganze farbenfrohe Ensemble aus Möbeln, Lampen, Vorhängen, Wand- und Deckenbekleidung vor Augen ein einzigartiges Gesamtkunstwerk

via www.klonblog.com

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