Die nackte Wahrheit und anderes

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Die nackte Wahrheit und anderes

Um 1900 ist allgegenwärtig. Die Ausstellung „Die nackte Wahrheit und anderes“ präsentiert die erstaunliche Vielfalt fotografischer Abbildungen des enthüllten menschlichen Körpers in jenen Jahren. Damals wurden die Grundlagen für die öffentliche Entfaltung eines facettenreichen Bildtyps geschaffen, der heute unseren Alltag prägt wie kaum ein anderer.

Der fotografische Akt erscheint vor allem als reproduzierbares Medium – auf Postkarten, Zigarettenkarten, Plakaten, Zeitschriften, als Werbeträger, Künstlervorlage, Sportleransporn, Lehrbild und Sammelobjekt. In der großen Menge des Materials lassen sich Gruppen rund um die Begriffe der Massenware, der Seh(n)süchte (Arkadien, Erotik und Pornografie), den Körper im Blick der Wissenschaft (Ethnografie, Bewegungsstudien, Medizin), des Körperkults (Reformbewegungen, Freikörperkultur und Bühnenakte aus Sport und Variété) sowie natürlich zum Kunstkontext mit den Akademien und piktorialistischen Edeldrucken bilden. Das wohl wichtigste Merkmal des Bildes vom nackten Menschen in jenen Jahren ist die untrennbare Verflechtung dieser Gruppen aktfotografischer Produktion und Reproduktion.

Der Handel bzw. Austausch von Aktfotografien war europaweit. Dies belegen, neben Schätzen und Fundstücken aus der Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek, bedeutende Leihgaben vieler Institutionen aus Europa, von der Bibliothèque nationale de France bis zum Polizeimuseum Niedersachsen.

Die nackte Wahrheit und anderes

Aktfotografie um 1900

03.05.13 – 25.08.13

Museum für Fotografie, Berlin
Jebensstraße 2
10623 Berlin
Website

Museum für Fotografie, Berlin

Das Museum für Fotografie ist seit Sommer 2004 ein Publikumsmagnet für Fotografiebegeisterte aus aller Welt. Mehr als eine Million Besucher wurden in den letzten Jahren von den Ausstellungen der Stiftung in ihren Bann gezogen.

Mit der Eröffnung des glanzvoll erneuerten Kaisersaals am 26. Mai 2010 bespielen zwei Akteure das Museum für Fotografie mit großen Ausstellungen auf insgesamt 2.000 m²: die Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek den Kaisersaal im zweiten Obergeschoss und die Helmut Newton Stiftung die beiden unteren Etagen.

Als Hauptattraktion beherbergt es die Sammlung der Helmut Newton Stiftung. Der in Berlin geborene Fotograf hatte die Stiftung Ende 2003 kurz vor seinem Unfalltod selbst noch gegründet und einen Vertrag mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz geschlossen. Darin ist festgelegt, dass die Stiftung nach schweizerischem Recht mit Sitz in Zürich das Erdgeschoss sowie das erste Obergeschoss dauerhaft als Ausstellungsfläche zur Nutzung erhält. In wechselnden Ausstellungen soll das fotografische Vermächtnis Newtons gezeigt werden und nach seinem Wunsch eine „lebendige Institution“ werden.

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