Factory Girl

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Statt der Geschichte des „Poor Little Rich Girl“ (wie der Warhol-Film von 1965 hieß, in dem erstmals auftrat) nachzugehen, erzählt „Factory Girl“ also Sedgwicks kurzes tragisches Leben als plattes Groupie-Drama, in dem falscher Ruhm, falsche Freunde, Partys und Drogen unweigerlich zum Absturz führen. In das alte Elend von Drogenentzug und Tod durch Überdosis. Leider gibt es dieses platte Drama nicht, auch wenn „Factory Girl“ es gerne so hätte.

Brigitte Werneburg, taz.de

„Factory Girl“ aber ist vor allem eine Aneinanderreihung stereotyper Szenen aus der New Yorker Partyszene der sechziger Jahre. Die Schauspieler tun sich sämtlich an der Hip- und Coolness dieser Ära gütlich, das gilt für Guy Pearce in der Rolle des ebenso wie für Hayden Christensen, der den „Musician“ spielt. Sienna Miller exponiert sich in der Hauptrolle sehr, dabei stellt sich aber in keiner Sekunde ein Gefühl für die Tragik ein, die Edie Sedgwick in sich getragen haben muss.

Bert Rebhandl, FAZ

Wenn Hickenlooper Dreharbeiten in der Factory rekonstruiert – zu Warhol-Filmen wie „Poor Little Rich Girl“ oder „Beauty Nr. 2“ – kann er freilich die Faszination und Radikalität dieser Arbeiten nicht einmal andeutungsweise spürbar machen.

Warhols filmischer Minimalismus, sein Wunsch so neutral wie eine Kamera zu sein, seine Insistenz, das Empire State Building sieben Stunden lang in einer Einstellung zu filmen oder ein Paar beinahe ebenso ausgiebig beim Liebesspiel, also all das, was das ästhetische Konzept des Filmemachers Warhol zum außerordentlichen Ereignis werden ließ, wird in „Factory Girl“ allein auf den Ausbeuter-Aspekt reduziert. Warhol-Dracula saugt seine Darsteller aus, entwendet ihnen ihre Geschichten und zahlt ihnen nicht einmal Honorar dafür.

Rainer Gansera, Süddeutsche

Die Figurenzeichnung in „Factory“ ist also erschütternd eindimensional. Die Idee, ausgerechnet das – tatsächlich oft unterschätzte – Londoner It-Girl Sienna Miller das einstige New Yorker It-Girl Edie Sedgwick verkörpern zu lassen, klingt zwar erstmal gut. Aber letztendlich spielt Ex-Model Miller das Aschenputtel auf Heroin dann doch nur so, als ob sie für eine Junkie-Chic-Fotoproduktion posieren würde.

Christian Buß, Spiegel

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