Für ein barrierefreies Internet

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Barrierefreies Internet

In meinem Büro für Gestaltung beschäftigen wir uns seit Jahren mir der Gestaltung von Online Shops und erfolgreichen Webseiten. In einer fachlichen Diskussionen zwischen einem Webdesinger und mir in einem Forum – bekam ich eine Privatenachricht von einer Kommunikationsberaterin. Als Kommunikationsberaterin hat Sie eine kostenlose Homepage bei Webvisitenkarte.net erstellen lassen. Also die richtige Vorrsetzung für ein mitdiskutieren.

Die Sichtbarkeit der eigenen Homepage kann man relativ einfach mit Searchmetrics Rapid oder SEMRush prüfen.

Grundlegendes

Für Google DE analysiert Searchmetrics Rapid 15 Mio Keywords, 42 Mio. Domains und durchsucht dabei die Top100-Ergebnisse während SEMRush jeweils knapp 6 Mio. Keywords und 6 Mio. Domains bei einer Suchtiefe bis zu Platz 20 durchleuchtet. Beide Tools können auch Google.com analysieren, bei SEMRush werden auch Google FR und RU angezeigt.

Die Seite der Kommunikationsberaterin ist bei SEMRush selbstverständlich ohne Ergebnis – Sie – die Kommunikationsberaterin – hat aber Traffic auf ihrer kostenlosen Hoempage.

Domain-Analyse

Die Analyse einer kompletten Domain ist natürlich das Herzstück von Rapid und auch um einiges umfangreicher als die Möglichkeiten zur Keyword-Recherche. Die Analyse teilt sich dabei auf in Overview, Paid Search, Organic Search und Universal Search.

Im Bereich Overview bekommt man sofort KPIs wie durchschnittliche Position der organischen und bezahlten Suche im Bezug auf alle gefundenen Keywords angezeigt. Zusätzlich wird der tägliche organische Traffic für die Domain geschätzt. Die Übersicht enthält zudem weitere Angaben über die organischen und bezahlten Keywords mit denen die Domain bei Google vertreten ist sowie eine Übersicht zur Wettbewerbssituation in beiden Bereichen. Auch sehr interessant ist der Bereich Universal Search Integrationen (Bilder, Videos, News, Blogs, Maps etc.) mit den dazugehörigen Angaben über die Zusammensetzung des Universal Search Traffics. In der detaillierten Paid Search Ansicht bekommt man sofort wieder die KPIs aus der Übersicht zu sehen, die sich hier aber logischerweise nur auf den SEA-Bereich beziehen. Hier bekommt man neben den Wettbewerbern auch sieben Keywords zu sehen zu denen für die untersuchte Domain geworben wird. Zusätzlich bekommt man für jedes dieser sieben Keywords auch die entsprechende Anzeigenposition, die Anzahl potentieller Besucher, den CPC , die potentiellen Kosten, das durchschnittliche Suchvolumen, die gesamte Anzahl der bezahlten Anzeigen und eine Trendentwicklung der Suchvolumina ausgeliefert. Ein weiteres Feature ist die Darstellung der Top-Anzeigen mit der die Domain gefunden wird. In der detaillierten Ansicht im Bereich organic Search erhält man im Wesentlichen die gleichen Angaben wie schon in der Übersicht für den SEA-Bereich natürlich mit Ausnahme der Top-Anzeigen. Die Universal Search Detailansicht bietet neben den Angaben die man schon in der anfänglichen Übersicht erhält sogar auch noch die Keywords mit denen die Domain innerhalb der Universal Search Integrationen rankt. Dazu gibt es dann auch noch Positionsangaben und Trafficschätzungen.

Searchmetrics Report

Eine kostenlose Homepage macht hässlich

Vielleicht glaubt Ihr, eine kostenlose Homepage macht euch erfolgreich. Nein, macht sie nicht. Eine kostenlose Homepage macht hässlich, weil man ihr ansieht, dass ihr euch nichts wert seid und dass andere euch auch nichts wert sind.

Barrierefreies Internet

Barrierefreies Internet sind Web-Angebote, die von allen Nutzern unabhängig von körperlichen oder technischen Möglichkeiten uneingeschränkt (barrierefrei) genutzt werden können. Die Nutzung des Begriffs Internet ist hier eine umgangssprachliche Gleichsetzung des Begriffs „Internet“ mit dem World Wide Web.

In Deutschland nutzen vier von fünf Menschen mit Behinderungen das World Wide Web. Zum 1. Mai 2002 ist das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen und zur Änderung anderer Gesetze (Behindertengleichstellungsgesetz – BGG) vom 27. April 2002 in Kraft getreten. In diesem Gesetz hat der Bund Regeln zur Herstellung von Barrierefreiheit in der Informationstechnik für seine Verwaltung gesetzt. Damit ist die Bundesverwaltung verpflichtet, ihre öffentlich zugänglichen Internet- und Intranet-Angebote grundsätzlich barrierefrei zu gestalten.

Eine entsprechende Rechtsverordnung (Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung – BITV) von Bundesinnenministerium und Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung regelt die Maßgaben hierfür. Die Anlage 1 der Rechtsverordnung enthält keine Vorgaben zur grundlegenden Technik (Server, Router, Protokolle), sondern listet Anforderungen auf, die sich an den Richtlinien der WAI orientieren. Der Bund führt insgesamt 14 Anforderungen und über 60 in zwei Prioritäts-Stufen eingeordnete zu erfüllende Bedingungen auf. Für die Anpassung bereits damals bestehender Angebote war eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2005 vorgesehen; seitdem müssen alle Angebote die Regelungen sofort berücksichtigen.

Die Neufassung der inzwischen veralteten BITV befindet sich derzeit im EU-Notifizierungsverfahren. Die Frist für Stellungnahmen seitens der EU-Mitgliedsstaaten endete am 16. Mai 2011.

Grundsätzlich richtet sich die BITV nur an Einrichtungen des öffentlichen Rechts, die dem Bund untergeordnet sind. Einrichtungen und Körperschaften der Länder werden über eigene Landes-Gleichstellungsgesetze erfasst. In der Regel orientieren sich die Ländergesetze an der BITV. Umstritten ist, ob die Gleichstellungsgesetze auch verlangen, dass Seiten in Deutsche Gebärdensprache übersetzt und angeboten werden.

Im Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik haben sich Behindertenverbände, Forschungseinrichtungen, und andere zusammengeschlossen, um die Umsetzung der Barrierefreiheit im Internet zu fördern. AbI bietet auf dem Informationsportal WOB11 Informationen zum Thema barrierefreies Internet. Die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen zeichnen jedes Jahr die besten deutschsprachigen, barrierefreien Websites mit dem BIENE-Award aus. Eine offizielle „Barrierefrei-TÜV“ Prüfung gibt es bisher jedoch nicht, da ein standardisiertes Testverfahren schwer definierbar ist hinsichtlich Detailtiefe und Umfang und eine Vergleichbarkeit gewährleistet sein muss. Außerdem sind Webangebote – im Gegensatz zu beispielsweise barrierefreien Bauten – leicht und häufig veränderbar, ein Zertifikat müsste also regelmäßig überprüft werden.

WCAG 2.0 verstehen

»WCAG 2.0 verstehen« ist ein Leitfaden zum Verständnis und zum Gebrauch der Richtlinien für barrierefreie Webinhalte (WCAG) 2.0. Dieses Dokument stellt einen erweiterten Kommentar zu jeder Richtlinie und jedem Erfolgskriterium bereit. Damit wird der Zusammenhang zwischen den Richtlinien und Erfolgskriterien deutlich. Die neue Serie ergänzt die Dokumente, die Anbieter und Entwickler von Websites bei der Implementierung der WCAG 2.0 unterstützen.

Worum geht es?

Die WCAG 2.0 legen Erfolgskriterien fest, um die Konformität zu den Richtlinien zu definieren. Ein Erfolgskriterium ist eine testbares Aussage, die entweder wahr oder falsch ist, wenn man sie auf konkrete Webinhalte anwendet. »WCAG 2.0 verstehen« stellt detaillierte Informationen zu jedem Erfolgskriterium zur Verfügung; die Informationen beinhalten den Zweck des Erfolgskriteriums, die im Erfolgskriterium benutzen Schlüsselbegriffe und Informationen dazu, wie das Erfolgskriterium in den WCAG 2.0 Menschen mit unterschiedlichen Arten von Behinderungen hilft.

In den Texten finden sich außerdem Beispiele von Webinhalten, die das Erfolgskriterium erfüllen, indem verschiedene Webtechniken benutzt werden (zum Beispiel HTML oder CSS), aber auch häufig anzutreffende Beispiele von Webinhalten, die das Erfolgskriterium nicht erfüllen und somit fehlerhaft sind.

http://www.einfach-fuer-alle.de/wcag2.0/uebersetzungen/How-to-Meet-WCAG-2.0/

Warum Barrierefreiheit?

Um gleichberechtigten Zugang und gleiche Möglichkeiten für Menschen mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten zu bieten ist es essentiell, dass das Web barrierefrei ist. So nennt die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung den ungehinderten Zugang zu Information und Kommunikation, und das schliesst das Web ausdrücklich mit ein, ein grundlegendes Menschenrecht.

Barrierefreiheit unterstützt die soziale Inklusion für Menschen mit Behinderung, aber auch für andere Nutzergruppen wie zum Beispiel ältere Menschen, Menschen in abgelegenen Gebieten oder Menschen in Entwicklungsländern.

Mein Büro begleite Unternehmen und Organisationen bei der Umsetzung der Barrierefreiheit im Internet. Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass es trotz klarer Richtlinien keine hundertprozentige Barrierefreiheit gibt. Die Frage ist vielmehr: Wie barrierefrei sollte eine Seite sein und wo besteht Handlungsbedarf? Um diese Entscheidung sicher treffen zu können, ist es wichtig, die Sicht der Nutzer einzunehmen und ihre Bedürfnisse zu kennen.

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