HEIMsuchung – Unsichere Räume in der Kunst der Gegenwart

Ausstellungstipps Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , 0 Kommentare
HEIMsuchung - Unsichere Räume in der Kunst der Gegenwart

Der Ausstellung „HEIMsuchung“ geht es um den Übergang von einem ehemals bedrohlichen Außen in ein bedrohliches Innen, und die Parallelisierung von destabilisierten Subjekten und unsicheren Räumen. „HEIMsuchung“ thematisiert schon in seinem Titel die paradoxe Ambivalenz des Themas: Die Suche nach dem Zuhause, die – im zunehmenden Wissen um seine Brüchigkeit – in die Bedrohlichkeit, die latente Unheimlichkeit dieser nur mehr vordergründig schützenden Heimstätten umschlägt. Das Ich, das sich ohnehin systematisch nur noch als ein Anderer denken kann, erlebt die Orte, die seine Behausung darstellen, zunehmend im Modus ihrer psychischen Aufladung, als Manifestationen einer mentalen Destabilisierung.

In einer international angelegten Auswahl von 21 zeitgenössischen Positionen zeigt das Kunstmuseum Bonn ein breites Spektrum an Arbeiten, die auf eine Welt reagieren, in der die Trennung zwischen innen und außen weniger denn je zu ziehen ist, und das Individuum das Vertrauen in sich und die ursprünglich bergende, schützende Funktion seines Zuhauses, das mehr und mehr den Charakter einer kulissenhaften Hülle annimmt, verloren hat. Für diese fragil gewordene Welt mit ihrem permanenten Ineinander von subjektiv verunsichertem Innen und unkontrollierbarem Außen entwirft die Kunst klaustrophobe, disfunktionale, latent oder offen unheimliche Bilder, die Raum vorwiegend als „cause of mental disorder“ begreifen.

„HEIMsuchung – Unsichere Räume in der Kunst der Gegenwart“ ordnet sich innerhalb der Ausstellungsprogrammatik des Kunstmuseum Bonn in eine Reihe prominenter thematischer Ausstellungen ein, mit denen das Kunstmuseum in den letzten Jahren vorwiegend existenziell grundierte Fragestellungen beleuchtet hat, darunter „Gehen Bleiben“ (2007/08) und „Ferne Nähe“ (2009). Der Ausstellungsparcours folgt dabei einer Dramaturgie, die zwischen den Ebenen des Bildhaften (Film und Fotografie), Modellsituationen und eigens gebauten, begehbaren Räumen wechselt und damit dem Besucher sowohl das Eintauchen in verschobene, klaustrophobe und unheimliche Räume erlaubt, wie sie ihn auch immer wieder durch die Konfrontation mit Modellen sowie filmischen und fotografischen Arbeiten auf die Ebene der distanzierten Betrachtung holt.

Katalog: Die Ausstellung wird von einem Katalog begleitet, der neben Abbildungen der Werke und Texten zu den Künstlern Essays von Volker Adolphs, Stephan Berg und Stephan Günzel enthält.

09.05.13 – 25.08.13

Kunstmuseum Bonn
Friedrich-Ebert-Allee 2
53113 Bonn

http://www.kunstmuseum-bonn.de/

HEIMsuchung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Business Shooting

Mit dem visuellen Erscheinungsbild beginnt alles. Egal ob Du Freelancer, langjähriger Unternehmer oder Verantwortlicher eines Start-ups bist – Du musst nach außen kommunizieren, für welche Kompetenzen und Botschaften Du stehst.
Imagefördernde Fotos unterstützen ein Unternehmen dabei, sich erfolgreich und attraktiv zu präsentieren und damit neue Kunden anzusprechen.
Bei meiner Arbeit geht es mir sowohl um die ausdrucksstarke und kompetente Darstellung der Führungskräfte und Mitarbeiter als auch um die repräsentative Abbildung der Produkte.

Aktuell

Blog via E-Mail abonnieren

Gib Deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.