Körperproportion für Skulpturen aus Gips

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Laut Wettervorhersage wird es in den nächsten Tagen sehr schön. Am Tag erleben wir blauen Himmel mit vereinzelten Wolken und die Temperaturen liegen zwischen 22 und 32°C. Bei so positiven Aussichten werde ich vermutlich meine Werkstatt für dreidimensionales Gestalten im Garten aufbauen. In der Vorbereitung möchte ich Körperproportion auffrischen.

Proportionen des menschlichen Körpers

Koerperproportion

Von Original by Schnorch retraced by LadyofHats - File:Human body proportions2.jpg, GFDL, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10200895

Kanon

Ein Kanon ist eine Methode in der Bildenden Kunst, nach der die Maße der Proportionen des menschlichen Körpers als Grundlage einer Maßeinheit zueinander in ein Verhältnis gesetzt wird. Als Begründer dieser Methode gilt der griechische Bildhauer Polyklet, der auch eine heute verlorene Schrift unter dem Titel Kanon verfasste. Seine Statue des „Doryphoros“, die nur in Kopien erhalten ist, folgt diesem Kanon exemplarisch.

Eines der einflussreichsten Beispiele für einen Kanon in der europäischen ist die Proportionslehre des Vitruv aus dem 1. Jahrhundert vor Christus, die als Säulenordnung der Repräsentationsarchitektur von der Renaissance bis ins 19. Jahrhundert kanonisch („bindend“) war, und auf die sich etwa auch Der Vitruvianische Mensch des Leonardo da Vinci bezieht und der Modulor von Le Corbusier.

Modulor

Der Modulor ist ein vom Architekten Le Corbusier in den Jahren 1942 bis 1955 entwickeltes Proportionssystem und stellt den bedeutendsten modernen Versuch dar, der Architektur eine am Maß des Menschen orientierte mathematische Ordnung zu geben.

Der 1948 veröffentlichte Modulor wird zu den bedeutendsten Theorien der Architekturgeschichte beziehungsweise Architekturtheorie gezählt. In Modulor 2 (erschienen 1955) erläutert Corbusier die Anwendung der Maßlehre, die er seinem gesamten architektonischen Schaffen zugrunde gelegt hat. Er wollte damit der Architektur wieder ein menschliches Maß und gleichzeitig eine objektive Ordnung geben.

Das System basiert auf den menschlichen Maßen und dem Goldenen Schnitt. Zuerst nahm Le Corbusier 175 cm, ab 1950 183 cm (entspricht sechs Fuß) als menschliches Maß an. Diese angenommene Standardgröße des menschlichen Körpers ist Ausgangswert einer geometrischen Folge von Maßen, die jeweils zueinander in der Proportion des Goldenen Schnitts stehen. Dies ist die sogenannte rote Reihe: .., 183, 113 (Bauchnabelhöhe), 70, 43, 27 cm, .. Durch Verdopplung der Werte der roten Reihe entsteht die blaue Reihe: .., 226 (Körpergröße mit ausgestrecktem Arm), 140, 86, 54 cm, ..

Proportionen des menschlichen Körpers

Es gibt einige einfache Regeln zu den Proportionen des menschlichen Körper.

Die idealisierte, „heldenhafte“ Größe – z. B. für Skulpturen – ist acht Köpfe groß:

- vom Scheitel bis zum Kinn (Kopflänge)
- von dort bis zur Mitte der Brust (ungefähr in der Höhe der Brustwarzen)
- von dort bis zum Bauchnabel
- von dort bis zur Schamgegend
- von dort bis zur Mitte des Oberschenkels
- von dort bis knapp unterhalb des Knies
- von dort bis zur Mitte der Waden
- von dort bis zur Fußsohle

Die Schamgegend befindet sich in der Mitte des Körpers.
Der Unterschenkel ist genauso lang wie der Oberschenkel.
Die schlaff herunterhängenden Arme sind so lang, dass die Fingerspitzen die Mitte der Oberschenkel erreichen. Die Spannweite der Arme (von Fingerspitze des Mittelfingers zu Fingerspitze) entspricht der gesamten Körpergröße.
Die Fußlänge ist etwa so lang wie der Unterarm ohne die Hand.

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1 Kommentar

  1. helga 3 Jahren Antworten

    Sinnvolle und kreative Ideen, danke! Für unsere Schule brauchen wir einen künstlichen menschlichen Körper für einen fakultativen Kurs aus dem Bereich der Medizin. Die richtigen Proportionen sind also entscheidend! Aber über die Methode Kanon habe ich erst erfahren. Gratis!

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