Moments. Eine Geschichte der Performance in 10 Akten

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Moments. Eine Geschichte der Performance in 10 Akten: Ausstellungstipp
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Die als Teil der darstellenden wie bildenden Künste hat viele Gesichter. Bislang galt als verbindendes Element: Performance ist unmittelbar, situationsbezogen, ortsgebunden und vergänglich. Mit dem gegenwärtigen Interesse am Re-Enactment treten neue Fragen auf: Wie stellt man das Performative im musealen Kontext dar? Wie lässt sich diese Kunstform dokumentieren? Dieser Herausforderung nimmt sich das Ausstellungsprojekt an.

Moments. Eine Geschichte der Performance in 10 Akten“ ist eine internationale Live-Ausstellung zur Geschichte der Kunstrichtung Performance in Tanz und bildender Kunst. Als Ausstellung ‚in progress‘ zeigt und entwickelt das Projekt neue Formate der musealen Präsentation von Live-Acts. Ausgangspunkt ist das Interesse an der Aufarbeitung von Geschichte, das sich gegenwärtig in so genannten Re-Enactments historischer Performances, aber auch beispielsweise in der unlängst entbrannten Kontroverse rund um die museale Darstellbarkeit der Performances von Joseph Beuys mittels Fotodokumentation niederschlägt. Dies spiegelt sich gleichfalls in der Praxis einer jungen Generation von PerformerInnen und ChoreografInnen, etwa in Form zahlreicher historischer Appropriationen und Re-Enactments wider. Im Zentrum steht dabei die „heroische“ Periode der 1960er- bis 1980er-Jahre, in welcher eine radikale (Neu)definition des Genres im engen Dialog der Performancebewegungen von bildender Kunst und Tanz stattfand.

Moments. Eine Geschichte der Performance in 10 Akten“ erarbeitet neue methodologische und interdisziplinäre Formate einer aktiven, statt nur musealen Darstellung von Performance-Geschichte. Während der 8-wöchigen Laufzeit des Ausstellungsprojekts entwickelt sich – unter der Zeugenschaft einer für die gesamte Periode zur Begleitung und Beobachtung eingeladenen Gruppe aus Experten und Laien – vor dem Publikum ein szenischer Akt rund um 10 zentrale Stationen der Tanz- und Performancegeschichte. Einen Schwerpunkt dabei bilden Performances und Arbeiten von Frauen, welche seit den 1960er-Jahren die Genregrenzen zwischen Tanz, Performance, visuellen Medien bewusst thematisiert, überschritten und kritisierten. Hierbei reflektierten sie gleichfalls die implizit männlichen Blickkonstruktionen und Gestenlogiken ihrer gleichzeitig arbeitenden Kollegen.

Die Ausstellung beginnt und endet im leeren Raum. In diesem baut sich in einer ständigen Wechselbewegung zwischen historischer Präsenz und medialer Dokumentation, musealer Re-Präsentation und szenischer Wiederaneignung sowie Neuinterpretation ein lebendiges Ausstellungsdisplay auf. Zwischen PerformerInnen, ZeugInnen und Publikum entsteht eine Vielzahl von dialogischen, lebendigen Situationen. Der Rückgriff auf Geschichte dient hier, anders als in den gängigen Re-Enactments, einem face à l’histoire, einer aktiven Gegenüberstellung von Geschichte und Gegenwart.

Weitere Informationen für Euch: zkm.de

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