PDF mit eingebetteten Schriften wird falsch gedruckt

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Im Umgang mit PDF-Dateien für den Druck passiert es gelegentlich, dass die im Dokument verwendeten Schriften nicht eingebettet wurden. Dies ist für die Erstellung von Druckplatten allerdings erforderlich. Mit einem kleinen Trick lassen sich Schrift jedoch auch im Nachhinein noch einbetten.

Fonts in der Druckvorstufe

 PDF mit eingebetteten Schriften wird falsch gedruckt

Werden Dokumente an eine Druckerei zur Weiterverarbeitung oder zur Belichtung übergeben, sind Probleme mit den Fonts fast an der Tagesordnung. Dieser Artikel zeigt auf, worauf bei der Weitergabe der Fonts geachtet werden muss.

Type-1 Fonts

Standard in der Druckvorstufe sind Fonts im PostScript-Format. Grundsätzlich solltest Du bei der Wahl einer Schrift Type-1 Fonts gegenüber TrueType-Fonts vorziehen.

PostScript-Fontformate

Die PostScript-Fontformate sind eine Familie PostScript-basierter Formate für Fonts, entwickelt von Adobe Systems. Das wichtigste Familienmitglied ist der Type-1, der auch außerhalb von PostScript-Anwendungen Verbreitung gefunden hat.

Glyphen werden in PostScript-Schriften mit Hilfe von PostScript-Operationen beschrieben. In der Regel werden so die Umrisse der Zeichen (Outlinefonts) gespeichert. Je nach Untertyp können die Zeichen aber auch als Rasterfonts (Bitmapfonts) oder beliebige durch PostScript beschreibbare Grafiken gespeichert werden. Neben den Glyphen definieren PostScript-Fonts noch globale Eigenschaften wie Name und typografische Größe.

1984 veröffentlichte Adobe Systems bzw. dessen Sparte Adobe Type PostScript, 1985/86 die Definition der Zeichensatzformate, revolutionierte damit den bisherigen Schriftsatz (Fotosatz) und verschaffte dem Desktoppublishing den Durchbruch.

Die Spezifikation der Typ-3-Zeichensätze wurde offengelegt, doch die Lizenz für den ausgereifteren Type-1 zu für die damalige Zeit sehr hohen Preisen verkauft. Adobes Patentpolitik führte um 1991 zur Entwicklung des TrueType-Formates durch Apple, das später auch von Microsoft in Lizenz verwendet wurde. In Reaktion darauf veröffentlichte Adobe den Adobe Type Manager (ATM), der die Darstellung von Typ-1-PostScript-Zeichensätzen am Bildschirm und mit nicht PostScript-fähigen Druckern verbesserte und die Spezifikationen des Formats, wozu auch das erfolgreiche Reverse Engineering durch den Schriftartenhersteller Bitstream beitrug. In der Folge wurde Unterstützung für das Typ-1-Format in einigen Font-Editoren eingebaut; ebenso erschienen einige freie Fonts wie z.B. der Großteil der vom Schriftsatzsystem TeX verwendeten Schriften in diesem Format.

Type 1

Bei Type 1 kommt zur Beschreibung der Glyphen ein ISO-standardisierter (ISO 9541), eingeschränkter Auszug aus dem gesamten PostScript-Sprachumfang zum Einsatz, der in einer speziellen Kodierung vorliegt. Die Umrisse der Zeichen werden mit Hilfe von Strecken und Bézierkurven dritten Grades dargestellt.

Mit der Einschränkung des PostScript-Sprachumfanges für Typ-1-Schriften ist dieser Typ eine Untermenge von Typ 3, bei dem dagegen der volle Sprachumfang verwendet werden kann. Indem damit kein vollständiger PostScript-Interpreter verfügbar sein muss, soll mit der Einschränkung die plattformübergreifende Verarbeitbarkeit verbessert werden. Ähnlich wie beim PDF stellt das Format nicht mehr eine vollständige Programmiersprache dar, sondern beschränkt sich auf die Mittel zur Beschreibung der Umrisse der Glyphen.

Verwenden von Schriften

Grundsätzlich solltest Du bei der Wahl einer Schrift Type-1 Fonts gegenüber TrueType-Fonts vorziehen. In Deinem Layout verwendete Schriften befinden sich auf Deinem Computer. Damit sie auch auf einem anderen Computer Verfügung stehen, speichere bitte die Schrift in Deinem Layoutprogramm und bei der PDF-Erstellung. Bettest du eine Schrift nicht ein, wird sie beim Öffnen auf einem anderen Computer ausgetauscht und das Schriftbild und das Layout Deiner Datei können sich stark verändern.

 

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