re:publica 2015 – Stephan Noller: Karl der Käfer wurde nicht gefragt

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Mit dem erleben wir derzeit die zweite Welle der Digitalisierung – das Netz steckt nicht mehr nur hinter dem Bildschirm, sondern zunehmend in alltäglichen Dingen um uns herum. Anfänglich war diese Bewegung von MakerInnen, Ausprobieren und auch europäischer Open-Source-Technologie geprägt. Doch jetzt steigen die grossen Konzerne und Verbände ein, und versuchen über Industrie-Standards und Closed-Source Lösungen dem wilden Treiben ein Ende zu bereiten. Gibt es noch eine Chance für ein offenes Internet der Dinge?

Karl der Käfer ist ein Lied der Musikgruppe Gänsehaut

Der Song behandelt den negativen Umgang der Menschen mit der Natur zu einer Zeit, als das Waldsterben in Deutschland ein aktuelles Thema war. In jener Zeit formierten sich ökologische Gruppen und Initiativen, die sich mit Umweltfragen beschäftigten. In dem Lied wird beschrieben, wie rücksichtslos der Mensch vorgeht, wenn es darum geht, Lebensraum für sich zu schaffen. Dabei muss Karl der Käfer, der zuvor friedlich im Wald gelebt hat, seine Heimat verlassen, da er von Menschen vertrieben wurde.

Tief im Wald zwischen Moos und Farm,
da lebte ein Käfer mit Namen Karl.
Sein Leben wurde jäh gestört,
als er ein dumpfes Grollen hört.
Lärmende Maschinen überrollen den Wald,
übertönen den Gesang der Vögel schon bald.
Mit scharfer Axt fällt man Baum um Baum,
zerstört damit seinen Lebensraum.

Karl der Käfer wurde nicht gefragt,
man hat ihn einfach fortgejagt
Karl der Käfer wurde nicht gefragt,
man hat ihn einfach fortgejagt.

Ein Band aus Asphalt breitet sich aus,
fordert die Natur zum Rückzug auf.
Eine Blume, die noch am Wegesrand steht,
wird einfach zugeteert.
Karl ist schon längst nicht mehr hier,
ein Platz für Tiere gibt’s da nicht mehr.
Dort wo Karl einmal zuhause war,
fahren jetzt Käfer aus Blech und Stahl.

Karl der Käfer wurde nicht gefragt,
man hat ihn einfach fortgejagt
Karl der Käfer wurde nicht gefragt,
man hat ihn einfach fortgejagt.

(Instrumental)

Karl der Käfer wurde nicht gefragt,
man hat ihn einfach fortgejagt
Karl der Käfer wurde nicht gefragt,
man hat ihn einfach fortgejagt.
Karl der Käfer wurde nicht gefragt,
man hat ihn einfach fortgejagt
Karl der Käfer wurde nicht gefragt,
man hat ihn einfach fortgejagt.

 

Gänsehaut – Karl der Käfer 1983

 

Internet der Dinge

Karl der Käfer wurde nicht gefragt – der kurze Frühling des Internet of Things (oder: warum wir es schon wieder vermasseln mit dem Netz)

re:publica 2015 – Stephan Noller: Internet der Dinge

 

In seinem Vortrag stellt Stephan Noller auch und Raspberry Pi vor.

Arduino

Arduino ist eine aus Soft- und Hardware bestehende Physical-Computing-Plattform. Beide Komponenten sind im Sinne von Open Source quelloffen. Die Hardware besteht aus einem einfachen I/O-Board mit einem Mikrocontroller und analogen und digitalen Ein- und Ausgängen. Die Entwicklungsumgebung basiert auf Processing, die auch technisch weniger Versierten den Zugang zur Programmierung und zu Mikrocontrollern erleichtern soll. Die Programmierung selbst erfolgt in C bzw. C++ wobei technische Details wie Header-Dateien vor den Anwendern weitgehend verborgen werden und umfangreiche Libraries und Beispiele die Programmierung vereinfachen. Arduino kann verwendet werden, um eigenständige interaktive Objekte zu steuern oder um mit Softwareanwendungen auf Computern zu interagieren. Arduino wird beispielsweise auch an Kunsthochschulen genutzt, um interaktive Installationen aufzubauen.

Das Arduino-Projekt wurde im Rahmen des Prix Ars Electronica 2006 mit einer Anerkennung in der Kategorie Digital Communities ausgezeichnet.

Offene Mikrocontroller-Boards eignen sich für die professionelle Systementwicklung. Forschungs- und Entwicklungs­abteilungen können mit Arduino & Co unschlagbar preiswerte Prototypen ausprobieren, schreibt das IT-Profimagazin iX in seiner Ausgabe 12/2014.

Dank günstiger Preise, komfortabler Programmierumgebungen und gefühlt unbegrenzter Informationsressourcen können sich heute bereits Interessierte ohne Elektronikvorkenntnisse an offene Einplatinensysteme wagen. Arduino, BeagleBoard Black und gehören in diesem Bereich zu den erfolg­reichsten Vertretern ihrer Zunft. Verfügbar in unter­schiedlichen Varianten, Baugrößen und Ausstattungen bieten sie aber auch Systementwicklern interessante Möglichkeiten, sich mit eingebetteten Systemen und systemnaher Program­mierung vertraut zu machen. Wegen ihrer geringen Kosten eignen sich die Mikrocontroller-Boards auch ideal für den Prototypenbau. Selbst renommierte Hersteller wie Intel oder Texas Instruments entwickeln Arduino-Borads mit ihren eigenen Prozessoren.

Buch

In »Arduino-Workshops« erfahrt ihr, wie Add-ons funktionieren und wie man sie einsetzt. Ihr startet mit einem Überblick über das Arduino-System und geht dann rasch zu den verschiedenen elektronischen Komponenten und Konzepten über. Zahlreiche Beispielprojekte vertiefen das Gelernte Schritt für Schritt und helfen Euch, dieses Wissen anzuwenden. Je tiefer Ihr in die Materie eindringt, desto raffinierter und anspruchsvoller werden die Projekte.

Unter den 65 Projekten des Buches finden sich nützliche Dinge wie:

– ein digitales Thermometer mit LCD-Anzeige
– ein GPS-Logger, der Daten deiner Reise für Google Maps aufzeichnet
– ein handliches Testgerät zum Messen von Batteriespannungen
– eine Tastatursperre, die nur mit Geheimcode aufgehoben werden kann

Arduino-Workshops: Eine praktische Einführung mit 65 Projekten (edition Make:) (c’t Hardware Hacks Edition) *

Links

http://www.arduino.cc/

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