Ronnie Lee Gardner

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Utah: Die Tragödie des Ronnie Lee Gardner
Utah: Die Tragödie des Ronnie Lee Gardner

Nummer 1213 starb im Gewehrfeuer

Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt ist in den USA ein Todeskandidat durch ein Erschießungskommando hingerichtet worden. Fünf Scharfschützen hätten das Todesurteil gegen den verurteilten Mörder Ronnie Lee Gardner vollstreckt, teilte die Strafvollzugsbehörde des Bundesstaates Utah mit.

Der 49-Jährige wurde nach Angaben der Gefängnisbehörde in einem hellerleuchteten Raum an einen Stuhl gefesselt und hatte eine schwarze Kapuze auf. Die Scharfschützen feuerten mit Winchester-Gewehren auf eine kleine Markierung, die auf dem Herz des Verurteilten platziert worden war.

Quelle: AFP

Das Erschießungskommando bestand aus fünf Polizisten, die sich alle freiwillig gemeldet hatten und die anonym bleiben sollen. Sie standen mit ihren Winchester-Gewehren rund 7,60 Meter von Gardner entfernt hinter einer Wand mit Schießscharten. Hinter dem Stuhl des Todeskandidaten waren Sandsäcke aufgebaut um zu verhindern, dass die Kugeln als Querschläger durch den Hinrichtungsraum fliegen. In einem Gewehr war eine Platzpatrone, so dass keiner der Schützen weiß, wer die tödlichen Schüsse abgegeben hat.

Quelle: Stern.de

Der Kampf gegen die Todesstrafe ist aktueller denn je. Trotz des weltweiten Trends zur Abschaffung der Todesstrafe halten noch 58 Staaten an der Todesstrafe fest. China, der Iran, der Irak, Saudi-Arabien, die USA und der Jemen halten bei Verhaengung und Vollstreckung von Todesurteilen traurige Rekorde. Schon morgen wird im US-amerikanischen Bundesstaat Utah erneut ein Mann hingerichtet: Ronnie Lee Gardener, der 25 Jahre in der Todesszelle sass.

Quelle: Pressemitteilung SPD-Bundestagsfraktion 17.06.2010

Die fünf Schützen feuerten um 0.15 Uhr, eines der Gewehre war mit einer Platzpatrone geladen. Damit bleibt offen, wessen Schüsse tödlich waren: Das soll Schuldgefühle vermeiden helfen. Es gab zweimal einen lauten Knall. Die vier 30-Millimeter-Kugeln hinterließen Löcher auf der Rückseite des Stuhls. Mehrere Zeugen waren anwesend, seine Familie wollte nicht dabei sein.

Quelle: DA-imNetz.de

Auf der einen Seite der Kammer wird ein Holzpodest mit einem Metallstuhl errichtet, auf dem der Delinquent festgeschnallt wird, eine Kapuze über dem Kopf, eine Zielscheibe auf die Brust geheftet. Auf der anderen Seite befindet sich eine Ziegelmauer mit einem rechteckigen Fenster.

Hinter dem Fenster stehen fünf freiwillige Scharfschützen. Sie legen identische Gewehre vom Kaliber .30 an. Eines der Gewehre enthält eine Platzpatrone, doch die Schützen wissen nicht, welches. Der Verurteilte bekommt die Gelegenheit für ein paar letzte Worte.

Auf ein Kommando hin drücken die Schützen dann ab, aus einer Entfernung von nicht mal sieben Metern. Erfahrungsgemäß zielen sie so gut, dass die Kugeln nur ein einziges Einschussloch hinterlassen. Das Blut wird von einem Tablett unter dem Stuhl aufgefangen. Bis zu 25 Zeugen verfolgen das Ganze durch Glasscheiben auf drei Seiten der Kammer.

Quelle: Spiegel.de

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