Studenten entwerfen „provisorische“ Mode

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Was für eine Tintenfisch-Puppe entworfen wurde, steht auch Menschen gut. Fotos: Maximilian Bartsch
Was für eine Tintenfisch-Puppe entworfen wurde, steht auch Menschen gut. Fotos: Maximilian Bartsch

Provisorien sind selten perfekt. Bei den Kleidungsstücken, die Studierende vom Modecampus Armgartstraße unter dem Stichwort „provisorisch“ entworfen haben, ist das auch gar nicht gewollt. Wie tragbar ihre Entwürfe dennoch sind, zeigt am 25. Januar 2013, ab 18 Uhr die Semesterabschluss-Ausstellung „When too perfect, lieber Gott böse“ in einem Rohbau des Architekturbüros BeL der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg.

„When too perfect, lieber Gott böse“: Dieses Zitat des US-amerikanischen Musikers und bildenden Künstlers Nam June Paik (1932-2006) wählten die Modedesign-Studierenden als Titel ihrer Ausstellung zum Semesterabschluss. Die gezeigten Arbeiten sind ein Experiment, das im Rahmen eines Seminars bei Jürgen Frisch, Professor für Modedesign, und Karolin Violante, Lehrbeauftragte, an der HAW Hamburg entstand.

„Wir Menschen streben meist nach Perfektion. Unsere Studierenden haben sich hingegen dem Provisorischen gewidmet und kultivieren das Unperfekte“, sagt Professor Frisch. In den letzten Monaten erarbeiteten die Studierenden Kleiderpuppen aus untypischen Materialien wie Stroh, Kaffeesäcken oder Holzstöcken. Es entstanden kugelrunde Figuren aus Hasendraht, ein Tintenfisch aus Strumpfhosen oder eine Puppe aus einem umgedrehten Bügelbrett. Anhand der Maße dieser eher „unförmigen Modells“ entwarfen die Studierenden Outfits, die anschließend von echten Menschen getragen werden sollen – auch wenn sie ihnen nicht perfekt passen.

„Über die seltsamen Formen der Puppen sind wir zu einer sehr interessanten, durchaus tragbaren gekommen. Wer hätte gedacht, dass ein Kleidungsstück, das man für einen Wasserball genäht hat, auch einem menschlichen Körper sehr gut steht, weil es so tolle Falten wirft?“ so Professor Frisch.

Auch der Veranstaltungsort ist „provisorisch“: Die Kleiderpuppen, Outfits und eine dazugehörige Fotoserie von Maximilian Bartsch werden im Rohbau des Architekturbüros BeL gezeigt, das im Rahmen des Projekts „Grundbau und Siedler“ der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg in Wilhelmsburg gebaut wird.

Semesterabschluss-Ausstellung:
„When too perfect, lieber Gott böse“
Studierende des Modecampus Armgartstraße der HAW Hamburg zeigen Provisorien

Freitag, den 25. Januar 2013, ab 18.00 Uhr
am Inselpark 11, Hamburg-Wilhelmsburg

Der Eintritt ist frei.
Fotos: Maximilian Bartsch

Quelle: Pressemitteilung

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