Verkehrskanzel & Pavillon & Kiosk & Toilettenanlage

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Die Verkehrskanzel auf dem Joachimstaler Platz am Kurfürstendamm Ecke Joachimstaler Straße – .

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1989 stellte der Landeskonservator das Bauwerk „wegen seiner geschichtlichen und künstlerischen Bedeutung für das Stadtbild im Interesse der Allgemeinheit“ unter Denkmalschutz.

Bei der Verkehrskanzel handelt es sich um einen kastenförmige gläserne Kanzel, die sich in 4½ Metern Höhe auf einem einzelnen Betonpfeiler befindet, der seinerseits architektionisch in einen Pavillon mit Verkaufskiosk, U-Bahn-Eingang und öffentlicher Toilette integriert ist. Die Konstruktion wurde 1955 nach Plänen der Architekten Werner Klenke und Werner Düttmann unter Leitung von Bruno Grimmek errichtet.

Quelle: wikipedia

Die Verkehrsarchitektur der fünfziger Jahre, die den wachsenden Anforderungen durch die starke Zunahme an Autos in den 60er Jahren schon bald nicht mehr standhalten konnte, ist heute bereits weitgehend vernichtet oder entstellt, ohne daß ihr zeitgeschichtlicher Zeugnischarakter und ihre ästhetischen Qualitäten wirklich erkannt worden wären. Bereits in den ersten Nachkriegsjahren stand der erwartete Anstieg des PKW- Verkehrs im Mittelpunkt städtebaulicher Überlegungen. Der Straßenverkehr galt schlechthin als Sinnbild städtischen Lebens und wirtschaftlicher Dynamik. Den vielen notwendig gewordenen Einrichtungen rund um den Autoverkehr wurde ganz selbstverständlich eine große gestalterische Aufmerksamkeit entgegengebracht.

Zu den heute schon als kostbar zu nennenden Dokumenten der Hoffnung auf uneingeschränkte Mobilität, die in den Jahren nach dem Krieg in den Individualverkehr gesetzt, wurden, gehört zweifellos auch die einzige Berliner Verkehrskanzel, die 1954/55 nach Plänen von Werner Klenkes unter der künstlerischen Oberleitung von Bruno Grimmeks errichtet wurde. Daß man ihr den einst notwendigen freien Blick auf die Kreuzung mit Bäumen verstellt, zeigt unmissverständlich, wie sehr sie heutigen Vorstellungen regelrecht im Wege steht. Dabei weist sich die Verkehrskanzel durch eine hohe Originalität des Entwurfes und hervorragende architektonische und stadträumliche Qualitäten aus. Vortrefflich gelöst ist die Verquickung mehrerer, sehr verschiedenartiger Aufgaben, die zu einem ganzen zusammengewachsen und nicht eine Addition zusammenhangloser Einzelteile geblieben sind. Durch iosk, Telefonzellen, Toilettenanlagen und Zugang zum damals neu geschaffenen U-Bahnhof werden öffentliche und halböffentliche, oberirdische und unterirdische Bereiche miteinander verknüpft. Gemeinsam beschirmt sie ein weit auskragendes Wetterdach, das von der Stahlbetonstütze, an der die allseitig verglaste, prismatisch geformte Verkehrskanzel hängt, durchstoßen wird. In einzigartiger Weise dokumentiert die gesamte Anlage durch die entmaterialisierte Leichtigkeit die große Transparenz und Durchlässigkeit und den Anschein des „Schwebens“ einzelner Teile zeittypische Gestaltungsabsichten. Als Regieinstrument für den Autoverkehr mußte die Verkehrskanzel auch eine gewisse inszenatorische Aufgabe übernehmen was in der stadträumlichen Fixierung als Platzzeichen des Kreuzungsbereiches Kurfürstendamm/Joachimstaler Straße zur Anschauung kommt. Als solches steht sie auch in einer formalen und städtebaulichen Wechselwirkung mit den beiden anderen Zeugnissen des Wiederaufbaus dieses „Brennpunktes der westlichen City“ dem Kranzler-Eck von Hanns Dustmann und dem Allianz- Hochhaus von Paul Schwebes und Alfred Gunzenhauser.

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