Video: Aussstellungsrundgang – Thomas Ruff und Kurator Thomas Weski

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studierte von 1977 bis 1985 bei Bernd und Hilla Becher an der Kunstakademie Düsseldorf Fotografie. Ruff sieht sich u. a. beeinflusst von Walker Evans, Eugène Atget, Karl Blossfeldt, Stephen Shore und William Eggleston. 1999 erhielt er die Professur für Photographie an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf und leitete dort von 2000 bis 2006 die Klasse für Fotografie, die ehemalige „Becher-Klasse“, die unter der Bezeichnung Düsseldorfer Fotoschule als eine bedeutende Gruppe der aufgefasst wird.

Heute möchte ich mit euch durch eine Ausstellung von 2012 mit Thomas Ruff und Kurator Thomas Weski gehen.

Die Ausstellung, die ich euch zeigen möchte, war 17.02.2012 – 20.05.2012 im Haus der Kunst, München

In dieser ersten umfassenden Präsentation nach über zehn Jahren zeigte Thomas Ruff die Werkgruppen, die ihn international bekannt gemacht haben. In chronologischer Abfolge vollzieht die Ausstellung Ruffs künstlerische Entwicklung nach: von seiner ersten, 1979 begonnenen Serie deutscher ‚Interieurs‘ über die ‚Porträts‘, ‚Häuser‘ und ‚Sterne‘ zu den Werkgruppen der 90er-Jahre, wie ‚Zeitungsfotos‘, ‚blaue Augen‘, ‚Nächte‘, ‚Plakate‘ und ‚andere Porträts‘. Der Bogen reicht von ‚l.m.v.d.r.‘ und ’nudes‘ über ‚Maschinen‘, ‚Substrat‘, ‚Zycles‘, ‚jpeg‘ und ‚cassini‘ bis hin zur Gegenwart, den 2011 begonnenen topografischen Aufnahmen vom Mars (‚ma.r.s.‘). Material zur Rezeption des Werkes und zu den Quellen, die Thomas Ruff inspiriert haben, ist erstmalig Teil der Präsentation und ihrer Vermittlung. Es öffnet den Zugang zu Ruffs konzeptueller Befragung der verschiedenen Gebrauchsweisen und Formen der Fotografie.

Thomas Ruff arbeitet mit vorgefundenem Material wie Zeitungsbildern oder Comics (für ‚Substrat‘, seit 2001), nutzte einen Apparat wie die Minolta-Montage-Unit, die in den 70er-Jahren bei Landeskriminalämtern für die Herstellung von Phantombildern in Gebrauch war (für ‚andere Porträts‘, 1994-95), experimentiert mit Pixelverkleinerungen und Pixelvergrößerungen (bei ’nudes‘ und ‚jpeg‘) und zitiert eine anachronistisch wirkende Ästhetik wie die Collagetechnik (bei ‚Plakate‘). All das belegt, wie intensiv er sich mit möglichen Auswegen aus den Konzepten der traditionellen Kamerafotografie beschäftigt.

Thomas Ruff hat Fotografie als „die größte Bewusstseinsveränderungsmaschine, die auf den Menschen einwirkt“ bezeichnet; die Präsenz und Beschaffenheit von Fotos in Zeitungen, Magazinen, in Film und Fernsehen habe sich durch den technologischen Schub der letzten Jahrzehnte stark verändert, und die Möglichkeit zu manipulieren habe ständig zugenommen. In über drei Jahrzehnten hat Thomas Ruff sich mit dieser Entwicklung auseinander gesetzt und seine eigene Arbeitsweise ständig variiert. Er hat den Schritt von analoger zu digitaler Bildproduktion vollzogen, und vor allem die Durchmischung von beidem in ihren unterschiedlichen Möglichkeiten ausgelotet. Von Anfang an war seine Herangehensweise konzeptuell: Er untersucht Genres, Motivwelten und Techniken mit exemplarischem Charakter, und jede Serie bringt neben dem eigenen Sujet auch ihre eigene Technik hervor. In der Summe verbindet die sich über drei Jahrzehnte erstreckende Arbeit von Thomas Ruff Analyse und Sehlust in einer einzigartigen Form.

Die Ausstellung wurde von Thomas Weski, Berlin, gastkuratiert.

Video: Aussstellungsrundgang – Thomas Ruff und Kurator Thomas Weski, 16.02.12

 

Foto: Aussstellungsrundgang – Thomas Ruff und Kurator Thomas Weski (Fotos: Screenshot Youtube / hausderkunst )

Welche sehenswerten Videos rund um die Fotografie habt Ihr in der letzten Zeit gefunden? Sagt es uns in den Kommentaren.

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