Web Tipp »der sieg ist unvermeidlich«

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Uwe Lausen vor seiner Arbeit Geometer, 1965/66, Foto: Heide Stolz
vor seiner Arbeit Geometer, um 1965/66, Foto: Heide Stolz

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Die große Leinwand Geometer (WVZ 65/36) entstand im Dezember 1965 (als wolle sich der Künstler seiner eigenen kunsthistorischen Bedeutung vergewissern, legte er jetzt zunehmend Wert auf eine monatsgenaue Datierung); dieses Werk ist der Vorbote für die nächste große, von Axel Hinrich Murken als »Von der Pop-Art zum kühlen Realismus« bezeichnete Werkphase, in der Lausen – das »détournement« hinter sich lassend – eindeutig Stellung bezog und eine in ihrer malerischen wie gesellschaftlichen Brisanz singuläre Position einnahm. [27] Die bereits seit 1963 sukzessive weiterentwickelte, jetzt klar an realen Bedingungen orientierte Raumauffassung setzte sich nun durch. Dabei spielten natürlich die in Deutschland verstärkt rezipierte englische und amerikanische Pop-Art sowie die davon beeinflusste Realismus-Debatte eine Rolle. [28] Im Gegensatz jedoch zu anderen Malern, die sich von der Pop-Welle überrollt sahen und ein gespaltenes Verhältnis zu ihr entwickelten – wie beispielsweise die ehemaligen SPUR-Künstler –, konnte der etwas jüngere und in Stilmanövern geübte Lausen selbstbewusst damit umgehen. [29] HP Zimmer nannte ihn in diesem Zusammenhang einen »phantastisch begabten« Maler, der mit seiner »Entdeckung, Licht und Schatten komplementär zu sehen«, in die Pop-Problematik einführen konnte. [30]

»der sieg ist unvermeidlich« eine hinführung zu leben und werk von Uwe Lausen
urn:nbn:de:0009-23-25967
von Niggl, Selima
In: Kunstgeschichte. Texte zur Diskussion 2010-12.

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Empfohlene Zitierweise
Niggl S., : »Der Sieg ist unvermeidlich« Eine Hinführung zu Leben und Werk. In: Kunstgeschichte. Texte zur Diskussion, 2010-12 (urn:nbn:de:0009-23-25967).

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