Wonkun Jun. It’s me that you need

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Wonkun Jun. It's me that you need

Die Galerie cubus-m freut zeigt die Einzelausstellung It’s me that you need von in Berlin zu zeigen. Der Titel referiert auf einen Song von Elton John, den der Künstler bei der Produktion seiner neuen Arbeiten gehört hat.

Es gibt ebenfalls eine weitere Premiere: In der Schau werden zum ersten Mal seine abstrakten Arbeiten mit Fotografien kombiniert. Dabei fügen sich die fotografischen Selbstportraits, die der Künstler von sich in Alltagssituationen aufgenommen hat, harmonisch in den sonst abstrakten Werkkontext ein: Die Konturen des Gesichts von Wonkun Jun sind leicht verwischt, es liegt ein Schleier über den Fotografien. „Ich habe die malerische Qualität meiner abstrakten Arbeiten auf die Fotografien durch die Verwendung der Pinselfunktion in Photoshop übertragen. Mit dieser Distanzierungsgeste ging es mir darum, meine Persönlichkeit etwas fern zu halten.“ So der Künstler während eines Ateliergesprächs.

Neben den Fotografien zeigt der südkoreanische Künstler, der Meisterschüler an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Prof. Helmut Federle war, seine faszinierenden abstrakten Malereien mit leuchtenden Punkten oder Rauten ebenso wie nahezu vollständig monochrome Werke. Sowohl die abstrakten als auch die monochromen Arbeiten werden durch eine besondere Technik, förmlich Farbschicht für Farbschicht, herausgearbeitet: Durch den in dreißig Schichten vollzogenen Auftrag dünner Acrylfarben auf weiß-grundierten Leinwänden entwickelt er die erste Schicht. Für diese Lasur verwendet er ausschließlich die Farben rot, blau, gelb und grün, um schließlich in einem zweiten Schritt einen Vorgang zu beginnen, den er Auswaschen nennt. Dies wiederholt er so häufig, bis er den gewünschten Farbverlauf erzielt.

Das Besondere dabei ist, dass er für diese Arbeitsweise einen Zustand der absoluten Konzentration bedarf: „Ich muss immer sehr klar und konzentriert beim Malen sein, um den Moment der Distanzschaffung zu erzielen. Im Bildprozess zu meditieren geht dabei nicht.“

Es entstehen faszinierende Farbräume, die in ihrer Vielschichtigkeit und Komplexität insbesondere dann hervortreten, wenn man die Leinwände seitlich betrachtet und sich der verschiedenen Farbschichten gewahr wird. Die Oberfläche, die durch die oft unebene Struktur der Leinwand und kleinste Farbpartikel Lebendigkeit verliehen bekommt, erhält durch die Führung des Pinsels eine diffuse Kreis- oder Rautenstruktur, die den Arbeiten ihren individuellen Rhythmus verleiht. Wonkun Jun bezeichnet dies als Darstellung der Gefühlsmäßigung. Die Farben selbst wirken wie zarte Schleier auf den Leinwänden. Als Betrachter vermeint man förmlich, den Malprozess nachvollziehen zu können und hinter den Oberflächenstrukturen die unterschiedlichsten Farbaufträge erahnen zu können. Bilder von ausgezeichneter Schönheit und sinnlicher Tiefe sind das Produkt dieses Entstehungsprozesses.

http://www.wonkunjun.de/

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